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bei der Wirthſchaft in Ruͤdigsdorf. Es ſind in der Regel 34 Stuͤck Kuͤhe und einige zwanzig Kalben und Jungvieh vorhan—
den. Direct aus der Schweiz hierher gebracht, wurde auch
dieſer Stamm von der Lungenſeuche vor 15 Jahren ſtark mitgenom⸗ men. Spaͤter wurden 12 Kuͤhe aus dem Anhaltiſchen zugekauft, da ſich aber zeigte, daß dieſe Thiere nicht reines Schweizer— vieh waren, ſondern aus einer Kreuzung mit Frieslaͤndern entſtanden ſein mochten, wurden ſie nach und nach wieder ausgemerzt und durch nur von dem erſten Stamme zugezo— gene erſetzt. Die anliegende Tabelle weiſt nach, wie ſich die Milchnutzung dieſer Kuͤhe herausſtellte.
Als Schlachtvieh ſind dieſe Schweizer weniger gut; ſie maͤſten ſich ſchwer, wenn ſie nicht mehr jung ſind, und der Flei— ſcher kauft ſie nicht ſo gern, wie Stuͤcke der andern Raßen, weil das Fleiſch grob iſt und nicht ſo viel Gewicht macht. Zur Kreuzung auf Landvieh, von dem es hier einen ſtarken Schlag giebt, iſt es ſehr beliebt, der Abſatz des Nutzviehs daher leicht und zu guten Preiſen zu bewerkſtelligen.
Die Fuͤtterung des Rindviehes beſteht waͤhrend des Som— mers in Klee, Wickfuttergemenge und Kohl, mit welchen Gewaͤchſen, wie ſchon erwaͤhnt, ſo viel Flaͤche bebaut wird, daß das Vieh vollſtaͤndig ernaͤhrt werden kann. Dazu bekom— men ſie einen nahrhaften Trank, dem Biertrebern, oder, wenn dieſe fehlen, gekochte Kartoffeln und ein wenig in warmem Waſſer aufgeloͤſter Getreideſchrot beigemiſcht werden. Vorge— legt wird das Gruͤnfutter des Tages fuͤnfmal in kleinen Gaben. Waͤhrend des Winters beſteht die Fuͤtterung hauptſaͤchlich in einem Bruͤhfutter, aus Spreu, Haͤckſel, gehackten Ruͤben, oder Kartoffeln, die mit heißem Waſſer aufgebruͤht werden. Das— ſelbe wird den Thieren zweimal des Tags, Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 4 Uhr, vorgelegt. Daneben bekommen ſie fruͤh Stroh, Nachmittags Grummet, oder in Ermangelung


