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Die Egerlaͤnder Kuͤhe ſtehen hinſichtlich des Milchertrags den Allgauern und den Schweizern nach, wie der beilie⸗ gende Extract aus den Milchtabellen nachweiſt. Wenn man aber beruͤckſichtigt, daß ihre Milch die der andern Staͤmme an Qualitaͤt uͤbertrifft, und ſie a weniger als die Allgauer, we⸗ niger als die Schweizer an Futter conſumiren, ſo ergiebt ſich doch von ihnen ein Ertrag, der nur dem der Allgauer nach— ſteht. Zur Maſtung eignet ſich dieſer Schlag ganz beſonders, die Fleiſcher kaufen auch die zum Schlachten tauglichen feilgebote— nen Stuͤcke ſehr gern, und ſagen von dieſem Vieh:„es mache Gewicht“. Es ſetzt zwar weniger Talg an, als das Allgauer, giebt aber dafuͤr ſehr ſchoͤn mit Fett durchwachſenes kerniges Fleiſch von großer Conſiſtenz, durch die es eben verhaͤltniß— maͤßig mehr in das Gewicht faͤllt. Vor 18 Jahren iſt dieſe Raße aus Boͤhmen hierher gebracht und rein in ſich fortgezuͤchtet worden, indem nur ſelbſtgezogene Sprungochſen, wie auch bei den beiden andern Raßen, zum Gebrauch gekommen ſind. Durch zweckmaͤßige Auswahl der Zuchtthiere und angemeſſene ſorgfaͤl— tige Pflege iſt dieſer Stamm zu anſehnlicher Groͤße und Schoͤn— heit gebracht worden, ſo daß ſchon Stuͤcke von 1200 Pfund lebendem Gewicht, ausgeſchlachtet an Fleiſch und Talg 615 Pfund wiegend, vorgekommen ſind.
Verſchnittene Bullenkaͤlber ſind Zugochſen geworden, die ihres beſonders lebhaften Temperaments wegen beſſer, als alle andern arbeiten. Der Abſatz der Kaͤlber geſchieht faſt aus⸗ ſchließlich zur Zucht. In der Umgegend, namentlich im Alten— burgiſchen, iſt dieſes Vieh ſehr beliebt, und wird daher gut bezahlt.
Die Schweizer, von dem großen rothſcheckigen Stamm, den man in mehren weiten fruchtbaren Thaͤlern der Schweiz, beſonders in den Cantonen Friburg und Bern findet, ſind unter dem hier gehaltenen Rindvieh die groͤßten Thiere und ſtehen


