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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Vor einigen Jahren konnten daher erſt die nach der Vieh⸗ ſeuche angeſchafften Landkuͤhe nach und nach wieder entfernt werden. Im Sommer des Jahres 1842 war nun auch die neue Einrichtung mit den Viehſtaͤllen getroffen und dabei fuͤr die Allgauer Kuͤhe der Raum auf 60 Stuͤck, ſtatt der fruͤher nur gehaltenen 45 Stuͤck, berechnet worden, es mußten deshalb noch einige juͤngere Kalben, als kuͤnftig darin ſtehen ſollen, mit in den großen Stall gezogen werden. Es laͤßt ſich jedoch nun⸗ mehr erwarten, daß, wenn kein beſonderer Unfall es verzoͤgert, im Jahr 1844 der Stamm auf die Zahl von Milchkuͤhen ge⸗ bracht ſein werde, die man vor der Hand haben will. Dann ſoll nach und nach einer der beiden andern Staͤmme reducirt und durch Allgauer erſetzt werden, um das Ziel, beim Hauptgut 100 Stuͤck Mellkuͤhe von dieſer Raße und das noͤthige Jung vieh zu halten, zu erreichen.

Die Egerlaͤnder Kuͤhe ſind, wie angegeben, ſeit dem vori⸗ gen Jahre beim Hauptgut mit aufgeſtellt an Zahl einige 40 Stuͤck. Vorher bildeten dieſe die Haltung beim großen Vor werk. Die Vortheile, die zu erwarten waren, wenn die Rind viehzucht ſo concentrirt wuͤrde, daß anſtatt ſruͤher zwei Melk kuhſtaͤlle und Milchwirthſchaften bei Sahlis und dem großen Vorwerk und einen Jungviehſtall beim Lindenvorwerk zu haben, nunmehr ſaͤmmtliches Rindvieh bei dem Hauptgut aufgeſtellt und der Aufſicht am naͤchſten gebracht wuͤrde, erſchienen ſo bedeu tend, daß man, da ohnedies die Erneuerung der Gebaͤude noth⸗ wendig geworden, zur Ausfuͤhrung ſchritt.

Die Hauptſchaͤferei wurde dagegen vom Hauptgute auf das ſogenannte große Vorwerk verlegt, weil dies hinſichtlich der Trift keinen Unterſchied machte, und dem Neuhof theilte man etwas mehr Hammel zu, damit der fruͤher durch 15 20 Stuͤck auf dem Lindenvorwerk gehaltenes Jungvieh erzeugte Duͤnger erſetzt werde.

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