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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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ſogenannte Landpferde aus Preußen, Mecklenburg, Hannover ꝛc. und Zjaͤhrig durch Haͤndler ſich zubringen laſſen, ſie neben 1 oder 2 aͤltern Pferden zu leichter Arbeit benutzen und mit 46 Jahren verkaufen.

Rindvieh.

Seit einer laͤngeren Reihe von Jahren werden hier drei Rindviehraßen gezuͤchtet. Seit einem Jahr befinden ſich zwei davon, die Allgauer und die Egerlaͤnder, in einem Stalle beim Hauptgut. Fruͤher ſtand jedoch die letzterwaͤhnte Raße auf dem großen Vorwerk, wo jetzt kein Rindvieh mehr, ſondern nur Schafe aufgeſtellt ſind. Die dritte Raße, ein Schweizerſchlag, ſteht zu Ruͤdigsdorf. Die Allgauer Raße hat ſich hier, wie auch aus den im Anhang Taf. B. beigelegten Ertract aus den Milchtabellen hervorgeht, als die nutzbarſte erwieſen; natuͤrlich im Verhaͤltniß zu der Groͤße der Thiere und der conſumirten Futtermenge.

Die Anzahl der gehaltenen Kuͤhe dieſer Raße belaͤuft ſich auf etliche und funfzig Stuͤck nebſt zwei Zuchtbullen. Jung⸗ vieh wurde bisher verhaͤltnißmaͤßig viel gezogen, da der Vieh beſtand vor 15 Jahren durch die Lungenſeuche bis auf einige Stuͤck reducirt worden war, von denen nun nach und nach die obgenannte Zahl wieder angezogen wurde.

Zugekauft wurden keine Allgauer Kuͤhe; der Zufall wollte uͤberdies, daß in manchen Jahren ganz unverhaͤltnißmaͤßig viele Ochſenkaͤlber fielen und dadurch ſowohl, wie durch den Umſtand, daß die Kalben oder Ferſen, die man, um recht großes und ſtarkes Vieh zu ziehen, fruͤher erſt nach ihrem dritten Jahre zum Ochſen ließ, haͤufig fett wurden, deshalb nicht zukamen und nun an den Fleiſcher verkauft werden mußten, wurde die Vermehrung des Viehſtammes ſehr aufgehalten.

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