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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Alle Laubholzbeſtaͤnde ſind in 15jaͤhrigem Umtrieb gehalten, wo das Unterholz, mit Ausſchluß der neuen Laßreiſer, voͤllig zu Reißigſchocken oder zu Haufen, und von den Scheitbaͤumen die aus der dritten oder vierten vorhergegangenen Periode mit Ausſchluß der Eichen, Buchen, Ulmen und Ahorne, abgetrieben werden. Nach Abzug des Holzes zur Feuerung der herrſchaft lichen Kuͤche und Zimmer, der ausgeſetzten Deputate und des Wirthſchaftsbedarfs wird alles uͤbrige verkauft.

Viehzucht. Pferde.

Gewoͤhnlich ſind, wie bereits erwaͤhnt, 8 Zweigeſpanne bei Sahlis und 4 dergleichen bei Ruͤdigsdorf vorhanden. Ihre Ab⸗ wartung, ſowie alle damit zu verrichtenden Arbeiten liegen, wie ebenfalls bemerkt, lediglich den dazu gehaltenen zwoͤlf Knech ten ob. Ihre Fuͤtterung iſt, mit Ausnahme der Zeit, wo Klee mit gereicht wird, eine Sommer und Winter hindurch gleichmaͤßige. Nur zur Saatzeit oder Ernte wird eine Koͤrnerzulage gegeben. Es bekommt naͤmlich jedes Pferd taͤglich 2 Dresdner oder 4 Ber⸗ liner Metzen Hafer mit dem noͤthigen X Zoll langen Haͤckſel und 10 Pfund Heu. Tritt jene Zulage ein, ſo erhaͤlt jedes Pferd 21¾ 2 ½ Metzen Hafer taͤglich. Es iſt nothwendig, dieſen Thieren auch bei der kuͤrzeren Arbeitszeit im Winter die gleiche Fuͤtterung zukommen zu laſſen, da ſie fortwaͤhrend, wenn nicht allzu ſchlimmes Wetter und ſchlechte Wege ſind, ſchwere Arbeit haben.

Aufgezogen werden Spannpferde nicht, ſondern, wenn deren Anſchaffung nothig iſt, hier in der Gegend nicht unter 5 Jahr alt zugekauft. Es bietet ſich hierzu gute Gelegenheit, da die Bauern