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ten. Aufſtreuen von Kalk vor Sonnenaufgang hilft etwas, wenn nicht bald darauf Regen erfolgt. Der durchſchnittliche Ertrag war in den letzten fuͤnf Jahren vom Acker 13 ½ Dresdn. Scheffel bei einer Einſaat von 1 ¼ Scheffel; fuͤr die beſte Saat— zeit haͤlt man 2 Wochen vor und 2 Wochen nach Michaelis.
Kartoffeln werden bei Sahlis nach Roggen, in einer Duͤngung von 15 Fudern Rindviehmiſt pr. Acker, der wo moͤg— lich im Herbſt ſchon aufgebracht wird, bei Ruͤdigsdorf nach Weizen ungeduͤngt angebaut. Es werden gewoͤhnlich eine Pflug— und zwei Hakenfurchen gegeben, dann nach vorhergegangenem Eg— gen mit dem Haken ganz flache Furchen gezogen, die Saatkartoffeln eingelegt und durch das tiefere Spalten der Daͤmme zuge— deckt. Man pflegte fruͤher die groͤßeren Kartoffeln zur Saat zu nehmen, ſchnitt davon den obern Theil, die ſogenannte Kuppe, weg und verwendete das Uebrige zu Viehfutter. In dem lau⸗ fenden Jahre ſind jedoch nur ganze, ausgewachſene Setzkar— toffeln verwendet und mit Stuͤcken, ſowie mit Augen verglei— chende Verſuche verhe daen worden.
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Die Trockenfaͤule hat ſich nur im vorigen Jahre bei Ruͤ— digsdorf gezeigt, es wurden, ſobald wahrzunehmen, daß die gelegten Kartoffeln nicht aufgingen, aus den Sahliſer Kellern und Mieten geſchnittene Seßkartoffeln auf daſſelbe Feld ge— bracht; dieſe gingen vollſtaͤndig auf und die Ernte war noch gut. Es kann dies als ein neuer Beweis gelten, daß nicht, wie oft angenommen worden, Boden, oder Duͤngung oder Feldbeſtellung Urſache des Ausfaulens ſind, ſondern ledig—
lich die Beſchaffenheit der Kartoffeln. Zu bemerken iſt hierbei
noch, daß in Ruͤdigsdorf die Kartoffeln ebenſo in trockenen, luftigen Kellern aufbewahrt wurden, wie jene, die geſund waren.
Nachdem die Kartoffeln aufgegangen, werden ſolche uͤber— eggt, ſpaͤter die 2 ¼ Fuß weiten Reihen zuerſt mit dem ſogenannten
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