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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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bearbeitet und mit Waſſerfurchen gehoͤrig verſehen wird, viel an Arbeit und Saamen erſparen und gewaͤhren der Frucht ei⸗ nen gleichmaͤßigeren Standort.

Die nach dem Weizen folgenden Erbſen werden im zeiti⸗ gen Fruͤhjahr, nachdem die im Herbſt umgebrochene Stoppel den Winter uͤber in rauher Furche gelegen, aufgeſaͤet und mit dem Krimmer untergebracht. Sie haben hier den vorzuͤglichſten Standort und geben in der Regel mehr an Stroh und Koͤr⸗ nern, als die Schlag XI. im Duͤnger gebauten. Die Ausſaat betraͤgt auf 1 Acker 1 ½ Dresdner Scheffel und davon wurden im fuͤnfjaͤhrigen uriidi 8 ¾ Scheffel geerntet.

Der Anbau des Roggens nach dieſer Frucht iſt in der Regel ſehr ſicher. Das Feld wird, nachdem die Erbſen abge bracht, quer gehakt oder ſeicht mit dem Pfluge umgebrochen, bleibt dann einige Wochen, waͤhrend welcher es geegg wird, liegen und erhaͤlt Anfang Septembers die Saatfurche. War das Feld jedoch ganz rein, ſo bleibt die Stoppel liegen bis Ende Auguſt's und wird dann ſofort tief zur Saat aufgepfluͤgt. Nach Maͤheklee wird zur Roggenſaat in der Regel nur eine Furche gegeben. Der Klee iſt hier lange, oft in drei Schnitten zu benutzen, und auf einem von Quecken reinen Felde gewaͤhrt erfahrungsmaͤßig eine ſo lange Ausnutzung deſſelben, bei der das Feld nur einmal, 2 3 Wochen vor der Saat ſorg⸗ faͤltig gepfluͤgt wird, einen groͤßern Nutzen, als ein mehrmali⸗ ges Pfluͤgen, das ſich, wenn es kurz hinter einander geſchieht, in dieſem Boden nicht mit Vortheil ausfuͤhren laͤßt, weil das untergebrachte Unkraut ꝛc. zu langſam verrottet. Ebenſo wird es nach der ſogenannteu bebauten Brache in den Schlaͤgen X. und XI. gehalten.

Einen ſchlimmen Feind haben die jungen Roggenſaaten im Herbſt an den Schnecken, die ſich bei einigermaßen naſſer Wit⸗ terung ſofort zeigen und zuweilen bedeutenden Schaden anrich⸗