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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Ausſaat mit Kalk ꝛc. gebeizt wird, iſt wohl ſchwer zu entſcheiden; richtig dagegen bleibt es, daß der Ertrag vom Roggen in der Regel hoͤher iſt und gewoͤhnlich nur in der Folge nach Raps von dem des Weizens uͤbertroffen wird.

Die Beſtellung des Weizens nach gedrilltem Raps iſt fol gende: die Daͤmme werden vermittelſt des Erſtirpators quer durchzogen und mit der Egge eingeebnet; hierauf bleibt das Feld einige Zeit liegen und erhaͤlt erſt ſpaͤterhin, etwa 2 3 Wochen vor der Saat eine ſehr ſorgfaͤltige Saatfurche, weil es auch hier ſich erwieſen hat, daß es dem Gedeihen des Weizens foͤrderlich iſt, wenn man ihn nicht auf das friſchgepfluͤgte Land, ſondern auf ein ſolches ſaͤet, das einige Wochen zuvor zum letzten Male geackert wurde und ſich nun wieder gehoͤrig geſetzt hat.

Erheiſchen es die Umſtaͤnde, ſo wird auch wohl zwiſchen dem Einebnen der Daͤmme und dem Saatpfluͤgen noch eine Hakenfurche gegeben, gewoͤhnlich geſchieht jedoch dieſes nicht, da das unter Drillcultur geſtandene Feld ſich ohnedies ſo klar haͤlt, daß ein groͤßeres Pulvern nur nachtheilig ſein wuͤrde, weil der hieſige Boden dann bei anhaltender Naͤſſe ſehr leicht feſt zu ſammenſchwimmt. Die Saat ſelbſt wird hier am liebſten kurz vor oder nach Michael vorgenommen. Um dieſe Zeit braucht man 12 14 Dresdner Metzen Samen auf den Acker, ſpaͤter etwas mehr. Das Aufeggen im Fruͤhjahr wird nach Befinden ange wendet und ſehr oft mit ſichtbarem Vortheil. Der Durchſchnitts ertrag von dieſer Frucht war in den letzten fuͤnf Jahren 12 Dresdner Scheffel vom ſaͤchſiſchen Acker.

Hier ſei zugleich in Bezug auf die Bearbeitung der Felder im Allgemeinen bemerkt, daß dieſelben zu allen Fruͤchten, mit Ausnahme der gedrillten und behackten, in breite Beete von 12 16 Furchen, und nur die wenig Abzug habenden, namentlich die bei Ruͤdigsdorf, in ſchmaͤlere von 8 Furchen Breite gelegt werden. Jene laſſen bei geneigter Lage, wenn der Acker tief