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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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wirken. Das Pfluͤgen geht in der vollen Tiefe der Ackerkrume vor und dann folgt der Haken unmittelbar in der eben auf⸗ gefahrenen Furche. Dabei muͤſſen ihm jedoch die ſogenannten Federn oder Ruhrpfloͤcker genommen werden, damit er nicht ſtreiche, ſondern blos den Untergrund lockere. Es hat ſich dieſe Manipulation ſehr vortheilhaft, namentlich beim Raps-, Kar toffel⸗ und Ruͤbenbau erwieſen.

3. Eggen. Die hier gebraͤuchlichen Eggen ſind ſchwere hoͤlzerne zu 2 Pferden, leichtere dergleichen Saateggen fuͤr 1 Zugthier, ſowie leichte Eggen mit eiſernen Zinken.

4. Zum Beſtellen der Fruͤhjahrsſaaten wird ein Inſtrument, hier Krimmer genannt, angewendet. Daſſelbe beſteht aus Bal ken von eichenem Holz, bildet ein gleichſchenkliges Dreieck und iſt gewoͤhnlich mit 18 ſtarken Eiſenzinken verſehen, die nach unten in einer breiten, nach vorn gebogenen Spitze endigen. Es wird durch ein Zweigeſpann fortbewegt und verrichtet beim Beſtellen der Fruͤhjahrsſaaten auf die Herbſtfurche das Lockern und, wenn es noͤthig ſcheint, das Unterbringen der Saat ganz gut. W

5. Iſt der Boden zu hart, oder ſoll die Lockerung tiefer ge ſchehen, ſo wird der Reißer angewendet. Dies iſt eine Art Scarrificator mit 5 ſtarken Zinken von Eiſen, die in einem auf Vordergeſtell ruhenden Geruͤſt eingeſetzt, nach unten und vorn, wie beim Krimmer, gebogen, jedoch mit kantiger, keil artiger Spitze verſehen ſind. Er arbeitet hier beſſer, als der auch vorhandene Erſtirpator mit Eiſenzinken, die Schaarſpitzen oder ſogenannte Gaͤnſefuͤße haben.

Verſuchsweiſe wurden angeſchafft holſteiner Saat- und Schneideggen, ſchwere mit eiſernen Zinken verſehene und zum

Zuſammenkoppeln eingerichtete Eggen, jedoch gefunden, daß das Arbeiten mit vorerwaͤhnten Ackerwerkzeugen vorzuziehen ſei.