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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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lockert war und mit ihm die Saatfurche gegeben wird. Zug⸗ kraft erfordert er jedoch mehr, als der sub b. und bei lockerem Acker ſo viel, wie der Pflug a.

d) Der Ruchadlo. Davon iſt nur ein Exemplar vorhan⸗ den. Er arbeitet in lockerem Boden, uͤberhaupt da, wo es mehr auf's Kruͤmeln, als auf genaues Wenden des Ackers ankommt, gut, iſt aber durch die beiden vorher genannten Pfluͤge entbehr⸗ lich gemacht und wird nur zuweilen angewendet, weil er eben vorhanden iſt.

e) Der Seelaͤnder Pflug, ein Schwingpflug mit kleinem Schaar und wenig gewundenem Streichbret, er iſt leicht, haͤlt aber nur ganz ſchmale Furchen, wendet gut, ſtreicht aber die Furchen nicht hoch und wird nur ſelten angewendet. Auch von dieſem iſt nur ein Eremplar vorhanden.

Naͤchſt dem Pflug iſt das wichtigſte Beackerungswerkzeug der Haken, gewoͤhnlich Ruhrhaken genannt. Bei allen Feldbeſtel lungen, wo mehr als eine Furche gegeben wird, kommt min deſtens eine auf den Haken. Er lockert, richtig angewendet, beſſer als alle Pfluͤge, geſtattet ein tiefes Arbeiten, erlaubt zwar, ſtarke Furchen zu nehmen, erfordert aber auch viel Zugkraft und gibt daher einem Zweigeſpann volle Arbeit.

Zu noch tieferem Bearbeiten iſt der Zimmermann'ſche Doppelhaken in Gebrauch genommen worden. Derſelbe hat an ſeiner hintern Saͤule noch ein zweites Schaar, welches tiefer greift als das vordere, und ſo kann mithin der Boden beliebig, wohl bis 15 Zoll tief gelockert werden. Dazu iſt jedoch ein Vier geſpann noͤthig. Bei dem Arbeiten mit dieſem Haken konnte nicht ganz vermieden werden, daß Erde, die unter der Acker⸗ krume hier auf den meiſten Stellen aus ſehr bindigem, ſchwer zu cultivirendem, eiſenſchuͤſſigem Lehm beſteht, an die Oberflaͤche ge⸗ bracht wurde. Man hat es daher vorgezogen, dieſes tiefere Bearbei⸗ ten mit dem thüringer Pflug und dem gewoͤhnlichen Haken zu be⸗

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