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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Zu dem Bearbeiten des gedrillten Rapſes, ſowie der Kar⸗ toffeln, des Kopfkohls, der Ruͤben ꝛc. werden angewendet, je nachdem es noͤthig erſcheint.

a) Der Igel, dreibaͤlkige Egge mit Eiſenzinken, mit Stellung.

b) Ein kleiner Haken mit Stelze oder Raͤdchen, conſtruirt wie der gewoͤhnliche Ruhrhaken nur mit Streichbretern zum Stellen.

c) Der kleine Felgpflug, kleiner dreiſchaarige Erſtirpator mit Stelze, die ſogenannte Pferdeſchaufel, zum Reinigen der Furche vom Unkraut, ebenfalls zum Stellen.

d) Der Haͤufelpflug mit blechernen Streichbretern. Er wird vorzugsweiſe nur zur Bearbeitung des Rapſes verwendet.

Walzen ſind ſchwerere und leichtere vorhanden, jene zum Zerdruͤcken der Erdkloͤße, dieſe zum Walzen der Sommerſaat.

Die unter dem Namen der Hohenheimer bekannte Drill⸗ maſchine iſt zur Drillſaat des Rapſes in Gebrauch. Ein Pferd und ein Mann zur Fuͤhrung beſtellen taͤglich 4 Acker damit.

Bei den vielen Fuhren, den ſteinigen Wegen und dem ſchweren Boden iſt die Unterhaltung und Ergaͤnzung der Wagen und des Ackergeraͤthes eine ziemlich bedeutende Aus gabe. Das Schaͤrfen der Pflugſchaare, ſowie die Inſtanderhal tung der Pfluͤge iſt vom Stuͤck zu Thlr. fuͤr die Schmiede⸗ arbeiten in Accord gegeben; ebenſo der Hußbeſchlag aufs Paar Pferde mit 7 Thlr. An Wagen ſind fortwaͤhrend gegen dreißig Stuͤck vorhanden, naͤmlich fuͤr jedes Zweigeſpann ein tuͤchtiger Ruͤſt⸗ wagen, dann zwei ſtaͤrkere zu den Bierfuhren. Ferner mehrere Wagen zum Herbeiſchaffen des Futters, zum Ausfahren der Jauche oder Guͤlle und zu den Duͤngerfuhren. Letztere dienen zugleich, nachdem ſie mit großen Leitern verſehen worden, zu den Ernte⸗ fuhren.