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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Strafgelder auf ſeinen Antheil faͤllt, der fuͤr alle gleich berech net wird.

c) Tageloͤhner.

Spann⸗- und Handfrohnen beſtehen, wie ſchon vorhin er waͤhnt, nicht mehr, die Handarbeiten werden insgeſammt durch freie Arbeiter verrichtet. Den Stamm dieſer bilden die Dreſcher, deren in der Regel 12 bei Sahlis, 6 beim großen Vorwerk, 6 bei Ruͤdigsdorf, mit den Bauerguͤtern, 4 beim Neuhof und Lindenvorwerk, im Ganzen alſo 28 gehalten werden. Neben dieſen ſind noch 8 12 andere Arbeiter, die groͤßtentheils Al⸗ tershalber nicht zum Dreſchen mehr tauglich, ſondern nur noch zu leichtern Arbeiten, bei dem Hopfenbau, der Wegebeſſerung, der Anſpannung mit Ochſen und dem Haͤckſelſchneiden, zu brau chen ſind.

Bei der Haͤlfte dieſer Leute iſt die fuͤr ihre Beſchaͤftigung zu gewaͤhrende Loͤhnung nur als eine Art Penſion anzuſehen.

Ferner werden noch 6 Mann gehalten, die im Herbſt und Winter Holz faͤllen, Stoͤcke roden, Holzeulturarbeiten verrich ten und ſpaͤter bei der Heu-, Raps- und Getreideernte helfen.

Die Arbeit der zuerſt erwaͤhnten 28 Dreſcher beſteht zuvoͤrderſt im Dreſchen aller koͤrnergebenden Fruͤchte. Der Raps wird fuͤr Geldlohn, nach dem Scheffel, alles Getreide aber zum 15ten Antheil der Koͤrner bei jeder Fruchtgattung gleich, gedroſchen. Gewoͤhnlich iſt mit dem Monat Mai das Dreſchen beendet, dann werden dieſe Leute bei der Ausfuͤhrung von Melioratio nen, Straßenbau ꝛc. bis zur Heuernte, die bei den Waͤſſerungs⸗ wieſen Anfang oder Mitte Juni's beginnt, beſchaͤftigt. Hieran reihen ſich in ſchneller Folge die Ernte und das Dreſchen der Oelſaat, dann die Ernten des Getreides, des Grummets(Nach mahd, Oehmd) und der Kartoffeln oder andrer Hackfruͤchte, nach deren Beendigung das Dreſchen wieder beginnt. An