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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Tagelohn wird, wenn die Arbeit von fruͤh 5 bis Mittag 12 Uhr und von 1 bis Abends 6, im Winter ſo lange es hell iſt waͤhret, 5 Ngr., dauert ſie von fruͤh 5 bis Abends 7 Uhr, einſchließlich ½ Stunde zum Fruͤhſtuͤck, 1 Stunde Mittag und ½ Stunde Halbabend, 6 Ngr. 3 Pf. und, ſind die Lebens⸗ beduͤrfniſſe theurer, 7 ½ Ngr. fuͤr den Tag gezahlt; fuͤr das Grasmaͤhen, Rapsſchneiden ꝛc. 7 ½ bis 8 Ngr. Die Heuernte wird auch zum Theil in Accord gegeben und dann fuͤr 1 Acker 1 Thlr. 6 Ngr. bis 1 Thlr. 10 Ngr. gezahlt. Die Getreideernte geſchieht ſtes im Accord. Dabei erhalten die Leute, je nachdem die Lebensbeduͤrfniſſe theuer oder wohlfeil ſind, das Getreide ſtark ſteht, viel ſich gelagert hat, fuͤr das Maͤhen, Abraffen, Binden, Puppen und Nachſchleppen pr. Acker 1 Thlr. bis 1 Thlr. 10 Ngr. vom Wintergetreide; vom Sommergetreide aber fuͤr das Maͤhen, Rechen, Binden, Aufſetzen nur 20 28 Ngr. Muß ſolches abgerafft werden, ſo wird vom Acker 6 Ngr. mehr gezahlt. Außerdem bekommen die Leute waͤhrend der Ernte eine beſtimmte Quantitaͤt Bier, gewoͤhnlich pr. Mann und Frau 12 Kannen und 1 ½ Kanne Branntwein, bei andern Arbeiten wird zuweilen à Perſon 1 Kanne Bier, oder auf 12 Perſonen 1 Kanne Branntwein verabreicht. Es geſchieht dieſes jedoch nur ſelten und nur nach gut ausgefuͤhrter Arbeit, oder bei anhaltend bewieſenem Fleiß, als beſondere Remuneration. Die Frauen der vorerwaͤhnten Arbeiter, ſowie noch andere aus den naͤchſten Ortſchaften werden zum Legen und Ausnehmen der Kartoffeln, zur Heu-, Grummt-, Raps- und Getreideernte, bei letzterer natuͤrlich im Accord, zum Duͤngerbreiten ꝛc. ver⸗ wendet und erhalten dann von fruͤh 6 bis Abends 6, einſchließ lich ½ Stunde Fruͤhſtuͤcks- und 1 Stunde Mittagszeit 4 Ngr.; von fruͤh 5 bis Abends 7, mit ¾ Stunde Fruͤhſtuͤck, 1 Stunde Mittag und ³ Stunde Halbabend, 5 Ngr.; bei dem Rapsſchnei⸗ den, ſowie bei dem Abladen in der Ernte, wo die Arbeiten