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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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2 Pferden und 2 Karren. Mit Zunahme der Entfernung aͤndert ſich dies Verhaͤltniß, ſo daß bei 120 Schritt der Vor⸗ theil auf Seite des Schuͤttkarren tritt. Duͤnger wird bei guͤnſti⸗ gem Wetter, zu Ende Februar's: und den Maͤrz hindurch, zu Erbſen und Kartoffeln, ſoweit ſolcher im vorhergehenden Herbſt nicht auf- und untergebracht werden konnte, ausgefahren. Nach Beendigung der Fruͤhjahrsſaat wird zu Kraut(Kopfkohl) Lein geduͤngt, auch der Kartoͤffelduͤnger der Haͤusler gefahren. Hier auf unmittelbar folgt die Duͤngung der Brachſchlaͤge zu Raps, nach deren Beendigung dann ſehr bald das Duͤngen der Klee ſchlaͤge geſchieht, an das ſich wieder nach der Herbſtſaatzeit und der Kartoffelerndte das ſchon erwaͤhnte Duͤngen der Kartoffel und Erbſenfelder im Spaͤtherbſt anſchließt. Die Zeit, welche außer den Feldarbeiten, Erndte- und Duͤngerfuhren fuͤr die Ge⸗ ſpanne uͤbrig bleibt wird benutzt, um die obengenannten Bau⸗, Brennmaterial- und ſonſtigen Fuhren zu verrichten, ſo daß die Pferde das ganze Jahr hindurch beſchaͤftigt ſind und außer den Sonn- und Feſttagen nur bei ganz ſchlechtem Wetter und Weg muͤſſig im Stall ſtehen. Die Arbeitszeit umfaßt, ſoweit es die Tageslaͤnge zulaͤßt, den Zeitraum von fruͤh 5 bis Mittags 11, und von 1 bis 7 Uhr Abends. NB. Ueber die Fuͤtterung der Pferde ſoll bei den Mittheilungen uͤber die Viehzucht das Naͤhere angegeben werden.

Die Arbeitszeit der Zugochſen iſt wie bei den Pferdege⸗ ſpannen. Als Futter erhalten ſie Kartoffeln mit Haͤckſel und etwas Schrotzuſatz, daneben Heu und im Sommer Klee. Die Arbeiten derſelben ſtehen im Durchſchnitt den Pferden kaum

ein Drittheil nach. b) Geſinde und deſſen Arbeit.

Auf jedes Zweigeſpann der Pferde wird ein Knecht ge⸗ halten, der deſſen Fuͤtterung, Putzen und uͤbrige Abwartung be⸗