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meiſt in die Claſſen 3+ 6, 4+ 5 und 5, wenig davon in Claſſe 4 geſetzt worden, auch fand ſich Claſſe 6 und 6+ 9. Die abhaͤngige Lage der meiſten Felder hat bei dieſer Boden⸗ beſchaffenheit große Vortheile, daher auch bei Ruͤdigsdorf einige Breiten, deren Lage mehr wagerecht iſt, die naſſe Wit⸗ terung durchaus nicht vertragen koͤnnen. Die Ackerkrume iſt jedoch zur Zeit faſt auf allen Feldern auf 8— 10 Zoll ver⸗ tieft und dadurch den nachtheiligen Einwirkungen der Naͤſſe ſehr entgegengearbeitet worden.
Zu den zumeiſt vorkommenden Unkraͤutern gehoͤren: Quecken(triticum repens), die bei naſſen Jahren, zumal
wenn die Beackerung einmal zur Unzeit geſchieht, wie uͤberall,
leicht ſehr uͤberhand nehmen, Trespe(bromus arvensis), Vogel— wicke(vicia cracca), Wildhirſe(panicum glaucum), Ackerranunkel (ranunculus arvensis), Huflattich(tussillago farfara), Acker⸗ rettig oder Hedrich(raphanus raphanistrum), Ackerwinde(con- volvulus arvensis).
Die Wieſen beſtehen theils aus Feld-, theils aus Kunſt— wieſen, in welche ungefaͤhr der vierte Theil der ganzen Wie⸗ ſenflaͤhhee in den Jahren 1839— 1841 umgearbeitet worden iſt. Erſtere bilden die zwiſchen Feldern ſich hinziehenden Schluch— ten und tiefgelegenen, ebenen Stellen; letztere befinden ſich in einem, zu beiden Seiten von bewaldeten Hoͤhen eingeſchloſſenen Thale jenſeits Kohren an einem, ausreichend Waſſer fuͤhrenden Bache. Der Boden iſt uͤberall zum Graswuchs ſehr geeigneter Lehmboden, ſaure Stellen ſind durch verdeckte Steinſchleußen und Graͤben moͤglichſt entfernt. Die Feldwieſen geben in trocknen Jahren wenig, doch ein ſehr kraͤftiges, nahrhaftes Futter. Von den Bewaͤſſerungswieſen iſt ſchon jetzt, im zwei— ten Jahre nach ihrer Anlage, ein den fruͤheren uͤberſteigender Ertrag erlangt worden, der in den naͤchſten Jahren jedenfalls noch bedeutend zunehmen duͤrfte.


