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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Die Mehrzahl der Wieſenpflanzen bilden:

Raygras(lolium perenne), Wieſenfuchsſchwanz(alopecu- rus pratensis), Wieſenriſpengras(poa pratensis), Vogelwicke (vicia cracca), Primel(primula veris), Scabioſe(scabiosa columbaria), Loͤwenzahn(leontodon taraxacum), Schwingel (festuca elatior), weiche Trespe(bromus mollis), Kammgras (eynosurus cristatus), Wieſenknopf(sanguisorba officinalis), Klee(trifolium pratense, trifolium repens), Wieſenplatterbſe (Tathyrus pratensis), an wenigen Stellen nur juncus, Carex arten und equisetum palustre.

Lehden gibt es nur noch wenige da, wo der Boden ei ner beſſern Cultur große Schwierigkeiten entgegenſetzt, die in deſſen ſpaͤter, wenn irgend moͤglich, auch noch uͤberwunden werden ſollen.

Die wenigen Teiche ſind nur zum Theil von guter Be ſchaffenheit, liegen meiſtens kalt, ſind tief und haben wenig Zu gang von Feldern.

Holzboden iſt mit wenig Ausnahme vorzuͤglich, beſteht, wie der Feldboden, aus Lehm mit Sandzuſatz, leidet ſeiner Lage wegen nicht an ſtauender Naͤſſe und hat viel Zugang durch Feldwaſſer.

Steinbruͤche ſind zwei in Angriff genommen, wovon der eine ſehr gut zu verarbeitenden Sandſtein, der zweite einen als Bauſtein brauchbaren Porphyr liefert.

Lage und Flächengehalt der Grundſtuͤcke, Beſchaffenheit der Gebaͤude und Wege. Die zum Rittergute Sahlis, dem großen und Linden⸗ Vorwerk gehoͤrigen Grundſtuͤcke liegen voͤllig geſchloſſen um das ziemlich in der Mitte ſich befindende Hauptgut, die Ruͤdigs⸗