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In Hinſicht des zweyten Erforderniſſes, daß die Wieſen nehmlich ein nahrhaftes Futter abgeben müuͤſſen, ſo iſt dieß ohne Zweifel ein ſehr wichtiger Ge⸗ genſtand, und man muß bedauern, daß unſere Kennt⸗ niß in Anſehung der Kraͤuter, die hierzu die vorzuͤg— lichſten ſind, noch ſo eingeſchraͤnkt iſt. In Betreff de⸗ rer, die gebaut worden ſind, kann man wohl mit eini⸗ ger Zuverläſſigkeit ſprechen; denn es iſt z. E. wohl be⸗ kannt, daß Klee, Lucerne, Eſparſette und noch einige andere Pflanzen, die Eigenſchaft haben, das Rindvieh fett zu machen oder zu maͤſten: aber was fuͤr Grasarten oder andere Kraͤuter, die bis jetzt noch keiner beſondern Bebauung unterworfen geweſen ſind, dieſe Eigenthuͤm— lichkeit auch beſitzen, bleibt bis jetzt immer noch durch Verſuche ausfindig zu machen uͤbrig.
Da im Allgemeinen Huͤlſenfruͤchte dem Rind⸗ vieh gut bekommen, ſo kann man fuͤglich ſchließen,
daß eine gewiſſe Menge davon ſich gut fuͤr Weiden ſchicken muͤſſe.
Einige Weiden ſind,. nach dem was man be⸗ funden hat, mit mehr Vortheil zu beweiden, als an⸗ dere; ollein ob nun dieſes von der beſondern Lage, oder den verſehesdenen darauf wachſenden Kraͤutern herkom⸗ me, bleibt bis jetzt immer noch unausgemacht.
In Ruͤckſicht des 3ten Erforderniſſes, daß nehm⸗ lich die Graͤſer einer Wieſe zeitig hervorkommen muͤſ— ſen, ſo beklagen ſich insgeſammt alle Landleute und Viehmaͤſter hieſiger Gegend, daß ſie im Fruͤhjahr Mangel an zeitiger Fuͤtterung haͤtten. Diejenigen Pflan⸗ zen alſo, die ſehr zeitig ihre Blaͤtter treiben, verdienen


