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Praktische Beobachtungen über die englischen Grasarten : besonders über solche, welche zur Bestellung oder Verbesserung der Wiesen und Weiden am schicklichsten sind / [Verf. von William Curtis] ; Nebst einer Aufzählung aller englischen Grasarten von R. Tuchar. Aus d. Engl., mit ökon. Anm. des Hrsg.
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Erde haben, um hineinzuſchlagen; aber die wahre Be⸗ ſchaffenheit zeigt ſich erſt, wenn das Kraut, das man beobachtete, bereits einige Jahre auf einer Wieſe oder Weide geſtanden hat; wenn ſeine Wurzeln und Faſern durch den langen Wachsthum ſich in einander verwi ckelt haben und wenn es mit andern Pflanzen, die da⸗

neben ſtehen, um jeden Zoll Boden, den es einnehmen

will, ſich erſt gleichſam ſtreiten muß; wenn es aber denn noch viel Heu giebt, ſo iſt es gewiß ein gutes Kraut. Wir ſehen, daß die Luzerne, wenn man ſie ganz ſich ſelbſt uͤberlaͤßt, in kurzer Zeit von Unkraut uͤberzogen und verdraͤngt iſt; und wenn man breitblaͤt⸗ trigen Klee ſaͤet, welcher ganz unbezweifelt perennirt, ſo wird man im erſten Jahr zwar einegroße Erndte da⸗ von machen; aber uͤberlaͤßt man nun das Feld oloß ſich ſelbſt, ſo wird der Klee, ſo wie die Luzerne jaͤhrlich in geringerer Menge wachſen; nicht etwa daß er bloß zwey⸗ jaͤhrig waͤre, wie einige vermuthet haben, ſondern weil andere Kraͤuter, die ſtaͤrker und dauerhafter ſind oder die ſich mehr fuͤr dieſen Boden ſchicken, den Platz ein⸗ nehmen. Dieß zeigt deutlich, daß wenn man eine gute Pflanze einfuͤhren will, ſie auch eine kraftvolle Pflanze ſeyn muß, die im Stande iſt, gut Wurzel zu faſſen, ſich gegen Andraͤngen des Unkrauts zu ſchuͤtzen und fort⸗ zufahren, viel Heu zu geben.*)

*) In dieſer Ruͤckſcht muß man ſchlechterdings nie auf Wieſen ſogenannte Grasbhloͤßen, ſie ſeyen entſtanden, woraus ſie wollen, dulden, ſondern ſie beſaͤen. Sonſt ſetzt ſich daſelbſt das Unkraut feſt, und greift dann immer weiter um ſich. Anmerk. des Herausgeb. Skonom. Samml,. 6 St. D