48 iſt, nachzugeben. Allein dieſer Grundſatz muß auch
nicht zu weit ausgedehnt werden; denn ſo wenig als ein
Landmann ſeine Pfluͤger und Arbeiter mit Leckerbiſſen ſaͤttigen kann, eben ſo wenig kann er im Allgemeinen
ſein Rindvieh bloß mit feinem und ausgeſuchtem Heu
und Kraͤutern fuͤttern. Dem ſey aber wie ihm wolle, ſo weiß ich doch ſoviel, daß das Gras, welches zwar das meiſte Heu giebt, dennoch nicht immer das nahr⸗ hafteſte iſt und daß das Rindvieh das Heu und Grum⸗
met, welches man vom Wieſenfuchsſchwanz
macht, nicht ſo gern frißt, als das vom Haarfoͤr⸗ migen Straußgras(Agroſtis capillaris) und vom Niederliegenden Klee(Trifolium procumbens). Ueberdieß iſt bekannt„ daß das Rindvieh haͤufig dasje⸗ nige Futter nimmt, zu welchem es aus Nothwendigkeit gewoͤhnt wurde, ob es gleich Anfangs kaum bewogen werden konnte, es nur anzuruͤhren.
Viele ſind gewohnt, wenn ſie Verſuche machen, zu ſchnell bioß nach dem aͤußern Anſehen einer Pflanze wenn ſie nur erſt gepflanzt oder geſaͤet iſt, Schluͤſſe zu folgern. Das unbedeutendſte Kraut hat oft ein viel⸗ veiſdkeihendes Anſehen, wenn die Wurzeln friſche, gute
Erde
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rol. geſagt wird, ſie werde von den Thieren ſehr geſucht, gaͤnzlich verſchonten oder ihnen doch nur ſehr wenig thaten. Ein anderes noch ſuͤßeres Gras, welches dicht daneben wuchs, wo ſie des Nachts ſich aufhielten, ließen ſie ebenfalls ſtehen, und fraßen die weißen Binſen voͤllig bis auf den Grund ab. — unter den Brittiſchen Grasarten zieht der Haſe das nie⸗ derliegende Riſpengras(Poa brocumbens) den an⸗ dern vor.—


