ſie hat aber mehr Kern, oder vielmehr die aͤußern Waͤnde der einzelnen Faͤden ſind ſtaͤrker, und deshalb iſt ſie im Angriffe nicht ſo ſanft wie jene, weshalb ſie der Elekta pro Stein um einige Thaler nachſteht. Dafuͤr erhaͤlt man aber bey der Infantadozucht mehr Gewicht, ſo, daß der geringere Preis dadurch hinlaͤnglich entſchaͤdigt wird.
Wenn ich die Meynung aͤußerte, daß die Elektoral⸗ Wolle mehr durch knappe, ſuͤße, nahrhafte Nahrung er— zeugt werde: ſo behaupte ich von der Infantado-Race, als Gegenſatz der erſtern, daß ſowohl die dickknochigen, tonnenfoͤrmigen Geſtalten, wie ihre Wolle, mit dem ihr eigenthuͤmlichen pechartigen Ueberzug und gelben Fett⸗ ſchweiße, das Produkt einer ſaueren, harzigen, dabey aber reichlichen Nahrung iſt. Dergleichen Futtermittel— ſie werden auf der Weide genoſſen oder getrocknet im Stalle — ſind zwar weniger nahrhaft, wie ſolche, die aus ſuͤßen Graͤſern und Kraͤutern beſtehen. Die Quantitaͤt muß in dieſem Falle die Qualitaͤt erſetzen. Weide dieſer Art iſt gewoͤhnlich ſehr graswuͤchſig und die Thiere finden hier immer Fraß. Die Freßluſt derſelben wird um ſo mehr gereizt, je weniger das Futtermittel naͤhrend iſt, wovon man taͤglich Beweiſe hat. Z. B. nimmt ein Maſtochſe von dem ihm gereichten ſehr nahrhaften Futter nicht halb ſo viel Volumen zu ſich, wie ein Zuchtochſe von dem ge⸗ woͤhnlich magerern Nahrungsmittel.
Die Baͤuche der Schaafe auf ſolcher Weide und im Winter mit ſolchen Futtermitteln ernaͤhrt, ſind immer an⸗ gefuͤllt, und tonnenfoͤrmig kommen ſie im Sommer des Abends in die Horden. Daß eine Futterung dieſer Art eine andere Geſtaltung der Thiere bewirkt, wie eine knappe nahrhafte Haltung, duͤnkt mich, kann beynahe gar nicht beſtritten werden; problematiſch iſt aber, ob ſie auf die Wolle einen aͤhnlichen Einfluß hat? ich glaube ja. So
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