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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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davon Gebrauch machen, nur nicht in dem Maaße und in der Abſicht: die moͤglichſt groͤßte Quantitaͤt Wolle zu produziren, wodurch die Qualitaͤt jeder Zeit beeintraͤchtigt wird. Von einigen Arten Getreide vermuthe ich dieß be⸗ ſonders, als: von Erbſen, Bohnen, Wicken, Rocken ꝛc⸗ Am wenigſten von Hafer.

Die beſondere Milde und Seidenartigkeit, welche der Elektoral⸗Wolle und inſonderheit der Saͤchſiſchen in hohem Grade beywohnt, wird nicht allein durch knappe oder ma⸗ gere Weide und Futterung erzeugt, ſondern es muß da⸗ mit auch eine gewiſſe Milde der Graͤſer und Kraͤuter ver⸗ bunden ſeyn, denen wiederum eine beſondere Nahrhaftig⸗ keit eigen iſt. Die erſtere Eigenſchaft der Graͤſer(welche die Schaͤfer quede nennen) ſcheint beſonders auf die er⸗ waͤhnten Wolleigenſchaften hinzuwirken. Auf welche Weiſe dieß geſchieht, fuͤhle ich mich zu ſchwach gruͤndlich aus einanderzuſetzen; die Sache findet ſich aber in der Praxis wirklich ſo vor; ich wiederhole daher bloß die Bemerkung: daß ein Schaaf bey dem geringen Volumen, welches es auf ſehr nahrhafter Weide oder von ſehr nahrhaftem Fut⸗ ter zu ſich nimmt, der Koͤrper des Thieres weniger aus⸗ gedehnt wird, und alſo auch der Hautwuchs weniger uͤp⸗ pig iſt, als bey dem Genuß von ſauern, harzigen Graͤ⸗ ſern. Die Wolle waͤchſt deshalb auch nicht ſo kernig und man wird bey ſolchen Thieren immer eine gewiſſe Locker⸗ heit im Stapelbau bemerken, der wie die Geſtalt ſelbſt, mehr hoch und ſchlank als platt und gedraͤngt iſt, und ſo laͤßt ſich auch vermuthen, daß die einzelnen Wollfaden mehr roͤhrenartig ſind, deren aͤußere Waͤnde ſehr zart ſeyn moͤgen und dadurch der Maſſe das ſanfte Gefuͤhl verur⸗

ſachen. Was eoͤnnte uns auch zweifelhaft machen, uͤber den

Einfluß der Nahrungsmittel fuͤr die Schaafe auf ihre

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