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ermuthung Dhitſache Jahren,
waͤhrend welcher Zeit ſie Saͤchſiſches Futter genoſſen, ſo auffallend umgeaͤndert hatten.
Wenn alſo feſtſteht, daß veraͤnderte Futterung in kurzer Zeit einen eigenthuͤmlichen Race⸗Charakter groͤßten⸗ theils verſchwinden machte: ſo kann man auch wohl er⸗ warten, daß wirkliches Elektoral⸗Vieh, wenn die wider⸗ natuͤrliche Futterung eingeſtellt und der naturgemaͤße Wei⸗ degang nebſt Heufutterung wieder in Anwendung kommen, dadurch wieder auf ſeinen vorigen Charakter zuruͤckgefuͤhrt werden kann.
„Auch beweiſt die aͤcht Spaniſche Wolle der Trans- humantes-Heerden fuͤr dieſe Meinung. Man behauptet naͤmlich, daß die einzelnen Faͤden derſelben abwechſelnd feiner und groͤber ſind, und aus folgenden Urſachen: Wenn die Heerden ein friſches Weiderevier beziehen, ſo finden ſie fette Weide und Nahrung vollauf und die Thiere nehmen am Fleiſche zu, die Wolle erhaͤlt einen ſtarken Faden. Wenn dieſes Revier ausgefreſſen iſt, ſo leiden ſie Hunger, und da ſie ſich demohngeachtet daſelbſt noch verweilen(ich weiß nicht mit Gewißheit aus welchem Grunde, vielleicht weil ein ſolches Revier eine beſtimmte Zeit ausreichen muß), ſo nehmen ſie wieder ab und die Wollfaͤden werden wieder feiner, und ſo ſollen die einzel⸗ nen Wollfaden mehrere dergleichen Uebergaͤnge vom Einen zum Andern haben, weshalb die Engliſchen Fabrikanten beſonders die Saͤchſiſchen Wollen jener vorziehen.
Koͤrnerfutterung iſt oft noͤthig, mitunter unvermeid⸗ lich; denn in manchen Jahrgaͤngen giebt es unegale Jaͤhr⸗ linge oder das Heu iſt nur knapp oder nicht gluͤcklich ge⸗ wonnen, der Klee mißrathen oder man iſt auf eine Loka⸗ litaͤt angewieſen, wo letzterer gar nicht gebauet werden kann ꝛc. In allen dieſen Faͤllen muß der Kornboden ins Mittel treten. Man kann auch der Wolle unbeſchadet


