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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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76 . e 12 gegeneinander in ein gewiſſes Verhaͤltniß geſtalten, ſo ent⸗ i les ſtehen unter obigen Umſtaͤnden bey der Schaafzucht ſchlan⸗ und di ke, feinknochige, duͤnnhaͤlſige, ſpitzkoͤpfige Thiere. In in d gleicher Art wirkt die Beſchaffenheit des Futters dadurch 6 9 auf die Beſchaffenheit der Wolle, daß die Haut eben ſo er Fl wie alle uͤbrigen einzelnen Koͤrpertheile nicht ſehr uͤppig ſhr kr

waͤchſt, ſondern der ganzen Geſtalt angemeſſen, ſehr duͤnn und zart bleibt und unbezweifelt iſt: daß duͤnne Haut 8 feine Wolle produzirt wenigſtens iſt ſie in den Waͤn⸗ tung, den der einzelnen Faͤden fein. Dergleichen Wolle war vor nicht einem Jahrzehend haͤufiger in Sachſen, wie gegenwaͤrtig. die W Dieß behaupten wenigſtens die Wollhaͤndler. Es iſt aber auch! auch ſehr wahrſcheinlich; denn damals wurden faſt alle Sharat Schaafe auf die vorerwaͤhnte Art genaͤhrt, wozu die Saͤch⸗ nd in ſiſche Lokalitaͤt auf natuͤrlicher Weide und Wieſen die be⸗ er Ge dingten Mittel lieferte. Jetzt miſcht ſich aber der Getrei⸗ iſjeno deſack ein und dadurch wird die Wolle ſtaͤrker und laͤnger ſͤters 1 im Haar. er iſ Ein Schaaf gebraucht eine gewiſſe Quantitaͤt Nah⸗ ſaher 3 rungsſtoff um leben, wachſen und gedeihen zu koͤnnen. lrſach 3 Erhaͤlt es ſehr ſuͤßes, mildes, nahrhaftes Futter, ſo ge⸗ and ſe braucht es nicht ſo viel Volumen, wie im entgegengeſetz⸗ naͤßige ten Fall, und bey dem Minimum des erſtern wird es ine u verſteht ſich, wenn es edel iſt die feinſte Elektoral⸗ agerg 3 Wolle produziren, ſich in der feinſten Geſtalt darſtellen. ergleie Reicht man ihm unter demſelben, ſo wird es verkruͤppeln, die Wolle ſproͤde und abgeſtorben ſeyn und bald an Bleiche ſihrn V ſucht ſterben. Bey dem Maximum wird es zu einer ho⸗ Prter hen ſtarken, aber doch verhaͤltnißmaͤßig ſchlanken Geſtalt dübey 66 empor wachſen, und ſeine Wolle wird ungewoͤhnlich lang R, einen auffallend groͤßern Durchmeſſer der einzelnen Faͤden t erlangen; aber doch, ſo viel unter ſolchen Umſtaͤnden moͤg⸗ daaa lich, eine gewiſſe Sanftheit und Milde behalten.