Schaafzuͤchter, dergleichen zu produziren, und ſo verwen⸗ dete man oft bedeutende Summen auf die Veredlung.
Wenn in fruͤhern Zeiten die Schaafzucht nur als Nebenſache, oder als ein nothwendiges Uebel bey einer Landwirthſchaft betrachtet wurde; ſo ſah man ſie jetzt als die Hauptſache an und brachte alle moͤgliche Opfer, um ſie entweder zu verſtaͤrken, oder doch wenigſtens zu verbeſſern. 3
Ehemals war das Hauptaugenmerk der Schaafzuͤch⸗ ter: hoͤchſte Feinheit; jetzt iſt dieſes einſeitige Streben nicht mehr ausreichend, um die preiswuͤrdigſte Waare zu liefern. Man hat nun mancherley Fehler entdeckt, wovon der Schaafzuͤchter ehedem gar nichts wußte, und bemuͤhet ſich, ſie zu vermeiden. Ob dieſe Kunſt ſchon allgemein, oder uͤberhaupt ganz klar, oder vollkommen erreicht iſt, moͤgte wohl zu bezweifeln ſeyn. Die mehrſten dieſer Fehler, die man auf die Vererbung ſchiebt, oder darin ſucht, daß heterogene Thiere mit einander gepaart werden, finden ſich vielleicht in der Haltung und Futterung, auch in der unzweckmaͤßigen Wahl der Race, welche man zuͤch⸗ ten will, woruͤber ſchon in dem Vorhergehenden das Noͤ⸗ thige bemerkt wurde.
XI. Kapitel. Elektoral⸗Wolle.
Die Saͤchſiſchen Wollhaͤndler behaupten: die Wolle der edelſten Saͤchſiſchen Schaͤfereien ſey ſchlechter geworden. So wenig die dortigen Schaafzuͤchter dieß auch ein⸗ raͤumen wollen, und einerſeits den Wollhaͤndlern dieſe
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