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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
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Werth. Man ſollte deshalb auf ein ſo ſchmales Hinter⸗ theil hinarbeiten, wie nur irgend moͤglich iſt zu erlangen.

Man war damals noch von der alten Lehre befan⸗ gen die zu ihrer Zeit ihren Nutzen haben konnte daß man einem breitgehuͤfteten, dickſchenklichten Staͤhr viel Maͤnnlichkeit zutrauete, und ihn deshalb zum Sprung be⸗ ſonders qualifizirt waͤhnte; auch waren ſo geſtaltete Ham⸗ mel den Fleiſchern angenehm, weil ſie ſchwere Braten lie⸗ ferten, was zu ſeiner Zeit allerdings zu beruͤckſichtigen noͤ⸗ thig war, wo die Beſchaffenheit der Wolle als eine ganz gleichguͤltige Sache erſchien.

Im Betreff des uͤbrigen Verfahrens ſo glaube ich, kann man es eigentlich nicht fehlerhaft nennen; denn man erreichte dabey alle die ſubtilen Eigenſchaften, welche unſere Klaſſiſchen Schaafzuͤchter fordern. 1

Wenn die Aufgabe war: moͤglichſte Wollfeinheit auf allen Theilen des Koͤrpers bey hoͤchſtem Wollreichthum hervorzubringen, ſo erlangte man, indem man ſie zu loͤ⸗ ſen trachtete, auch Geſchloſſenheit der Vließe und regel⸗ maͤßigen Stapelbau; denn dieſe Eigenſchaften ſind immer eine gewiſſe Folge von jenen. Wo alſo bey moͤglichſter Wollfeinheit in Verbindung mit Wollreichthum und in Folge deſſen, Geſchloſſenheit der Vließe vorhanden iſt welchen Bedingungen beyde Geſchlechter entſprechen muͤſſen, wenn ſie zur Begattung kommen duͤrfen da wird nie,

oder doch ſelten, ein Lamm gebohren werden, deſſen

Vließ ſich in der Folge ſcheitelt, zwirnt, deſſen Stapel ſich in Straͤnge und Knoͤte bildet, oder was ganz kahlen Kopf und Beine nebſt nacktem Bauche hat u. ſ. w. Es geſchieht zwar doch mitunter, und ſogar in den konſtante⸗ ſten Heerden.

Solche Thiere, die als Produkt eines, von dem Schoͤpfer ſehr weiſe angeordneten Naturſpiels angeſehen

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