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Staͤhr oder Schaaf in der Jugend feinere Wolle traͤgt, wie im Alter, nicht auch fuͤr einen Fingerzeig der Natur erkennen und fuͤr unſere Zwecke paſſend in Anwendung zu bringen ſuchen. Wir haben es zwar mit einem andern Objekt zu thun, als Backwell; aber dieß ſpricht mehr fuͤr die Sache, als dawider; denn verſchiedene Zwecke er⸗ langt man nur auf verſchiedenen Wegen, denn da die Dis⸗ poſition zur Umgeſtaltung in vielen, wenn nicht in allen Thiernaturen unverkennbar vorhanden iſt, die ſich durch eine auffallende Geneigtheit dazu fortwaͤhrend aͤußert und beweiſt; ſo ſollte man auch vermuthen: die Vorſehung wolle durch die Einrichtung, daß das junge Schaaf fei⸗ nere Wolle trage, als wenn es alt werde, ebenfalls andeu⸗ ten, daß der Menſch, wenn er den Umſtand zu nutzen verſtehe, davon zu ſeinem Vortheile Gebrauch machen koͤnne.
Die Natur operirt in ihren Bildungen und Ueber⸗ gaͤngen zwar wohl nach gewiſſen Geſetzen, aber nach den Begriffen des Menſchen immer zweideutig und ſucceſſive. Aber in der Zweideutigkeit liegt eben die Aufgabe fuͤr den Menſchen, wie Vortheile fuͤr ihn daraus zu ziehen ſind. Sie erſcheint in den Geſtalten und Eigenſchaften der Kin⸗ der von ganz gleichen, konſtanten Eltern. Der Unter⸗ ſchied iſt zwar vielleicht kaum merklich, weil die Ueber⸗ gaͤnge nur ſucceſſive geſchehen, und alſo iſt die kleinſte Abweichung, wenn ſie ſelbſt voruͤbergehend iſt, geeignet, zum Vererben zu disponiren, wenn mit Konſequenz dar⸗ auf fortgebauet wird. Es iſt mir alſo nicht ganz un⸗ wahrſcheinlich, daß das Alter der Zuchtthiere auf die Ver⸗ edlung Einfluß hat, der vielleicht von ſo wirkſamer Art iſt, daß dadurch in einer angemeſſenen Zeit, ein ganz eigener Charakter hervor gebracht werden kann.
Selbſt die Analogie ſpricht fuͤr dieſe Vermuthung; denn junge Thiere erzeugen, ehe ſie vollkommen ausgebil⸗
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