Teil eines Werkes 
1 (1826) Beschreibung einer Reise durch das Königreich der Niederlande welche auf Veranlassung des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern gemacht worden. 1
Entstehung
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346 Armen⸗Colonie

maier'ſchen Methode in Haufen, und findet dieſe Art ſehr bequem und gut.

General van den Boſch hat die Erfahrung gemacht, daß der Klee vorzuͤglich nach, oder mit Haidekorn(Polygonum fagopyrum) gedeihe, und daß, wenn der Klee auf irgend einen Boden mit keiner Frucht gedeihen wolle, er doch mit dieſem Buch weizen noch aufkomme.

Mir ſcheint indeſſen, daß ſich dieſe Erfahrungen vorzugsweiſe nur auf ſehr trockenen Sand beziehen werden, wo der Buchweizen beſſer, als jede andere Samenfrucht, fortkoͤmmt, und dem jungen Klee die nothwendige Feuchtigkeit und einen ſchattigen Stand gewaͤhret.

Der Roggen(Secale cereale) iſt als Gruͤn futter in der Colonie auſſerordentlich beliebt. Er wird Stuͤckweiſe das ganze Jahr vom Maͤrz bis im De⸗ zember hinein geſaͤet, wachſet ſchnell, und gibt auf den wohlgeduͤngten Sandfeldern herrliches Futter. Sein ſchnelles Heranwachſen geſtattet uͤberall, ent⸗ weder vorher oder nachher, noch eine Ernte von Buchweizen oder Ackerſpaͤrgel(Spergula arvensis) ab⸗ zunehmen.

Auch der Roggen zum Köoͤrnerertrag gewaͤhrt groſſe Ernten. Man hat mit gutem Erfolg die Stupfmethode, d. h., das Stupfen oder Stecken des Samen dabei in Anwendung gebracht. Uebrigens wird der Roggen ſchon ſeit Jahrhunderten von den

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