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Versuche und Beobachtungen über die Farben des Lichtes ... : Mit vier Kupfertafeln / angestellet und beschrieben von Christian Ernst Wünsch, Doktor der Weltw. und Heilkunde, wie auch Profess. der Mathem. und Physik zu Frankfurt an der Oder
Entstehung
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uͤber die Farben des Lichts. 109

beia Flaͤchen, zwiſchen welchen ſich eben dieſer glaͤnzende 2 bi Farbenwechſel zeigt.

mit, wel⸗

tn Ae Alle dieſe ſarbigen Ringe und Streifen der duͤn⸗ 3 8- nen Koͤrper erſcheinen uͤberdieſes ungemein vervielfaͤl⸗ um nan tiget, wenn man ſie durch ein Priſma betrachtet, wie dr iden Newton ſelbſt auch ſchon bemerkt hat. Naͤmlich wenn die be man die gedachten dicken Planglaͤſer abgewiſcht, und ſtürſe nur ſanft auf einander gelegt hat, ſo, daß dem bloßen e Jabe Auge noch keine farbigen Ringe zwiſchen ihnen erſchei⸗ nct uſß nen: ſo zeigt ein vorgehaltenes Priſma ſchon eine eiſcywir große Menge farbiger Halbringe, welche bei aufwaͤrts vernuth⸗ gekehrtem brechenden Winkel die hintere Haͤlfte der 6 auf de Glaͤſer Tab. IV, Fig. 9, bei abwaͤrts gekehrtem brechen⸗ ung nich den Winkel hingegen die vordere Haͤlfte, Fig. 10, ein⸗ hen kann nehmen. Druͤkt man ſodann die Glaͤſer ein wenig zu⸗ ſio der ſammen, bis die farbigen Ringe auch dem bloßen Au⸗ eic zer⸗ ge ſichtbar werden: ſo erſcheinen die Halbringe, durchs

Priſma betrachtet, breiter und ſchaͤrfer, und lebhafter, als vorher. Das naͤmliche erfolgt auch zwiſchen den

eſt abg erwaͤhnten Taͤfelchen von gemeinem Spiegelglas, nur wie auch daß da keine Ringe, ſondern an deren Statt bei dem d llhe ſanfteſten Drucke faſt unzaͤhlich viel feine farbige Wellen e, ſogt erſcheinen, deren Hauptſchattirung ſchwarz und weiß iſt. ber ol Aber durch ſtaͤrkern Druck werden ſie gleichfalls breiter en Kuut und buntfarbiger, wobei ſie zugleich eine mehr unordent⸗ vnleuokr liche und verzerrete Lage unter einander annehmen. hrichge amüt an An den Seifen und Glas⸗Blaſen nimt man zwar di bidn durchs Priſma ebenfalls mehr farbige Ringe und Strei⸗ Jach, ſen

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