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Versuche und Beobachtungen über die Farben des Lichtes ... : Mit vier Kupfertafeln / angestellet und beschrieben von Christian Ernst Wünsch, Doktor der Weltw. und Heilkunde, wie auch Profess. der Mathem. und Physik zu Frankfurt an der Oder
Entstehung
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uͤber die Farben des Lichts. 105

d und nimt man die Luft unter ihr binweg: ſo verſchwin⸗ aben den die farbigen Rünge nicht im geringſten, ſondern mefß erſcheinen eher noch ſchoͤner, als zuvor, zum offenbaren un un Beweiſe, daß der luftfoͤrmige Stoff. welcher etwa noch dic zwiſchen beiden Glaͤſern enthalten iſt, ſo lange man r, w ihn nicht hinweg gepumpet hat, ganz und gar nichts Aih a zur Erzeugung derſelben beitragen kann, ohngeach⸗ 1 tet Newton ſolches behauptet, worin ihm aber auch 60, 1 ſchon Duͤ Tour und Muſſchenbroek widerſprechen. nün ihe Man kann ferner dergleichen Glaͤſer bis zum Zer⸗ ſ znu ſpringen erhitzen, ohne dadurch ihre farbigen Ringe ier zu zerſtoͤren, und ohne die Farben derſelben im ge dlinde ringſten zu ſchwaͤchen, vielmehr nehmen dieſe in der Hitze an Schoͤnheit und Glanze betraͤchtlich zu. Die⸗ ſes gilt jedoch nur von ſolchen Glaͤſern, die ſich in der die ge Hitze durchaus gleichfoͤrmig ausdehnen, und ſich nicht kn den kruͤmmen; denn außerdem verſchwinden die Ringe in zwiſchen der Hitze gaͤnzlich. relli dar 1 ſalt un Staub oder Schmuz, beſonders aber Feuchtigkeit, che ſche geſtatten im Gegentheil die Entſtehung derſelben nicht ſch ſi ein mal. Daher muß man auch die Glaͤſer, ehe man Spic ſie zuſammen legt, mit warmen Saͤmiſchleder ſorgfaͤl⸗ m Dehift tig abwiſchen; denn durch die Waͤrme vertreibt man n ſauſt die Feuchtigkeit am leichteſten, und vermittelſt jener

weichen Flocken des Leders bringt man zum beſten den Schmuz hinweg, ohne die Politur des Glaſes zu be⸗ fklanmete ſchaͤdigen.

Kanpon, Ind G 5 Troͤpfelt

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