Teil eines Werkes 
Theil 2 : Abt. 3/4 (1776) Von den 7 halben und den 7 ganzen Metallen und den Produkten derselben / hrsg. von Johann Gottschalk Wallerius .̤ Aus dem Schwedischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Christian Ehrenfried Weigel
Entstehung
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Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 17

dieſe Art zu calciniren, erhaltene Pulver, Aurum Horizon-

eale, auch Aoth genannt; doch hievon bey einer andern

Gelegenheit ein mehrers..

§. 6.

Deſtillirt man Queckſilber vor ſich aus einer Retorte, in eine wohl verlutirte, zur Haͤlfte mit reinem Waſſer ange⸗ fuͤllte Vorlage, ſo geht es in weißen Daͤmpfen uͤber, die ſich im Waſſer zu fließendem Queckſilber verdicken, das Mercu- rius deflillatione depuratus,(durch Deſtilliren gerei⸗ nigtes Queckſilber) genannt wird. Zugleich bleibt aber immer etwas von einem ſehr ſchweren, ſcharf ſchmeckenden, rothen Pulver in der Retorte zuruͤck, das auch ein Queckſil⸗ berkalch(§. 5.) iſt(5).

1. Anm. Fuͤllet man die Vorlage ſo weit voll Waſſer, daß die halbe Muͤndung des Halſes der Retorte unter Waſſer kommt, ſo hat man keine Verlutirung noͤthig, weil ſich der Queckſilberdampf dann gleich im Waſſer verdickt, welches uͤberdem verhuͤtet, daß die Vorlage nicht von dem heiſſen und ſchwerem Dampf Riſſe bekömmt, auch das Queckſil⸗ ber von aller mit uͤbergehenden Unreinigkeit befreyet.

2. Anm. Nach dem Deſtilliren muß man die Retorte etwas

Haufheben, und mit der Hand an den Hals derſelben ſchla⸗ gen, damit das noch darinn ſitzende Queckſilber in die Vor⸗ lage hinunter laufen moͤge, und da dennoch gemeiniglich etwas davon im Halſe der Retorte ſtecken bleibt, muß man ſolches nachher mit einer Feder in ein Gefaͤß auskehren.

3. Anm. Vom Waſſer ſcheidet man das Queckſilber leicht. Das mehreſte Waſſer gießt man nemlich ſanfte ab; das

uͤbrige aber ſcheidet man nachher entweder mit grau Pa⸗ pier, oder Schwamm, ſo vorher in Waſſer getunkt und ausgedruͤckt worden, ab, oder man ſchuͤttet das woͤſſerichte

OQueckſilber auch auf einen Lappen Leinwand, die man uͤber

eine Schaale legt, wodurch das Waſſer ablaͤuft.

4. Anm.

(s5) Es iſt dieſer von dem vorhergehenden(§. 5.) in nichts unter⸗ ſchieden. A. d. U.

B