Teil eines Werkes 
Theil 2 : Abt. 3/4 (1776) Von den 7 halben und den 7 ganzen Metallen und den Produkten derselben / hrsg. von Johann Gottschalk Wallerius .̤ Aus dem Schwedischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Christian Ehrenfried Weigel
Entstehung
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4. Anm. Nachdem das Waſſer abgeſchieden iſt(3. Anm.)

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Vierzehntes Capitel.

muß man das Queckſilber noch weiter reinigen, und von der Unreinigkeit befreyen, die ihm etwa von den Gefaͤßen, oder dem Waſſer anhaͤnget; zu dem Ende waͤſcht man es erſt mit ſtarkem Eßig, dann mit Salzlauge, und zuletzt mit ganz reinem Waſſer, das man zuletzt, wie das erſtere, abſcheidet.

Andere, beſonders Schmidt de Nenſir. univerf. S. 149. und Ludolf in ſeiner Einleitung zur Chimie, rathen, gegen 2 Theile Wachs zu ſchmelzen, in einen rei⸗ nen ſteinernen Morſel zu gießen, und dann 1 Theil Queck⸗

ſilber dazu zu ſchuͤtten, und ſolches wohl untereinander zu

ruͤhren, bis es getodtet wird;(man vergl.§. z. Anm.); dann das ganze Gemenge mitt ſtaͤrkerem Feuer zu ſchmel⸗ zen, ſo ſinket das Queckſilber zu Boden, worauf man alles kalt werden laͤßt, und ein Loch ins Wachs macht, ſo laͤuft das Queckſilber rein heraus, wenn man an das Gefaͤß klopft.

5. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch erwaͤhnen,

daß Boerhave mit vieler Muͤhe 15 Unzen und 5 Quent⸗ gen Queckſilber auf oben gemeldete Art 512 mal deſtilliret, und dadurch gefunden hat: 1) daß das OQueckſilber jm⸗ mer klarer und fluͤßiger ward, auch an ſeiner natuͤrlichen Schwere in etwas zunahm, indem das rohe Queckſilber ſich gegen Waſſer, wie 13 7130 zu 1; das ſo oft deſtillirte aber, wie 14 166 zu 1 verhielt. S. Boerh. am angef. G. p. 21. 2) Jedesmal aber blieben auch einige Gran rothes Pulver, oder Queckſilberkalch in der Retorte zuruͤck, das zuſammen von allen Deſtillirungen gegen 1 Unze 5 Quentl. und 21 Gran betrug. Dieſes Pulver in einer wohl beſchlagenen Retorte, mit ſtarkem Feuer gezwungen, ward

großtentheils wieder zu fluͤßigem Queckſilber, einige Grane

davon aber hielten ein ſtarkes Schmelzfeuer aus, ob ſie gleich durchs Bley auf der Kapelle zuletzt zerſtoͤrt wurden. S. Boerhave am angef. O.

6. Anm. Um ein vollig reines Queckſilber zu erhalten, ha⸗

ben die Chemiſten verſchiedene Wege erdacht.

1) Einige deſtilltren es aus Zinnober, der mit gleich viel Eiſenfeilſpaͤnen(6) vermiſcht worden iſt, uͤbrigens auf eben die Art, wie vorher gemeldet worden, nur

daß

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69) heſte, einen d übernim reiniget! Linl.; 375. 2