16 Vierzehntes Capitel.
wie gemeldet worden, ſo wird das zugeſetzte Queckſilber V d auch zu einem ſolchen Pulver, oder Queckſilberkalch; wie⸗ 1 derholet man dieſes oͤfter, indem man immer wieder ſo viel V E Queckſilber zuſetzt, als das erhaltene Pulver wieget, ſo bekommt man zuletzt ein ſolches Pulver, das im Feuer fließt, und mit gewoͤhnlicher Hitze nicht zu Queckſilber re⸗. ducirt werden kann, auf der Kapelle aber doch nicht ſteht. S. die Mem. de l' Acad. R. de Paris v. J. 1705. S. 123. und w eine 1706. S. 232. u. 234. wie auch Baylens Hi. Fluidtt. fülle in T 3. Anm. Man kann dieſen Queckſilberkalch mit mehrerer Bequemlichkeit bereiten, wenn man zwey Kolben, einen itieet thoͤnernen und Zlaͤſernen gebraucht. In den thoͤnernen eigte thut man das OQueckſilber, und ſetzet ihn in die Sandka⸗ inmer pelle, ſetzt dann den glaͤſernen auf denſelben, doch ſo, daß tothen eine kleine Oefnung fuͤr die Luft uͤbrig bleibt, feuert dann bertal vorſichtig an, und verſtaͤrkt das Feuer nach und nach, bis das Queckſilber ſich in dem obern Kolben aufſublimirt hat, worauf man denn die uͤbrig gebliebene Oefnung verſtopfet d und mit dieſem Grade des Feuers acht bis zehn Wochen anhaͤlt. Darauf nimmt man das rothbraune Pulver her⸗ V aus, ſo man mit gleich viel Queckſilber vermiſcht und durch⸗ 1 reibt, und damit in eben dem Kolben, mit eben der Zube⸗ 1 reitung und Feurung, wie das erſte mal, verfaͤhrt, worauf V be das Pulver, ſo man nun erhaͤlt, wieder mit eben ſo viel 2,2 Queckſilber vermiſcht, und auf eben die Art, wie die vori⸗ a gen male, behandelt wird. 1 4. Anm. Da der Queckſilberkalch einigen Nutzen in der Arze⸗ ſa ney hat, und fuͤr die beſte Bereitung unter den Queckſil⸗ tt berarzeneyen angeſehen wird, da man ihn, zu 2, 4, 6 bis ol 8 Gran auf die Doſis, mit einer Conſerve wider die Ve⸗ 1 nusſeuche gtebt, ſo haben einige geglaubt, dieſes Arzeney⸗ 58 mittel wuͤrde verbeſſert und veredelt, wenn man anſtatt d des reinen Queckſilbers entweder ein Amalgama aus Gold 3 und Queckſilber, das aus 8 Theilen Queckſilber gegen 1 9 Theil Gold beſteht, oder verquicktes Silber, das aus 4 1 Theilen Silber gegen 1 Theil Queckſilber bereitet wird, ge⸗ 5 brauchte. Dieſe Verquickungen muͤſſen, wenn ſie gebraucht en werden ſollen, vorher erſt mit Eßig, dann mit Waſſer wohl gewaſchen werden, worauf man ſie puͤlvert und dann damit, wie ich erwaͤhnt habe, verfaͤhrt. Nimmt man das 6) E Amalgama, ſo mit Gold gemacht iſt, ſo wird das, auf ſjade
dieſe


