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Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 15
nung zum Ausgang der Luft hat, ſetzt ſelbige in eine Sand⸗ kapelle, und giebt einige Monate lang ein gelindes Feuer, ſo daß die Hitze alle Wochen ein wenig verſtaͤrket, doch nie ſo ſtark werde, daß das Queckſilber ſich aufſublimire, ſo wird es zuletzt in ein roͤthlichtes Pulver verwandelt, welches Queckſilberkalch, Mercurius calcinatus, oder Mercurius per ſe præcipitatus(4), auch Mercurius ſine addito præcipi- tatus genannt wird.
Dieſer Queckſilberkalch enthaͤlt, wie man bey Beſchau⸗ ung deſſelben durch ein Vergroͤßerungsglas befindet, noch ei⸗ nige kleine unverwandelte Queckſilbertheilchen, und kleine Kuͤgelchen, die man in dem uͤbrigen Pulver eingemiſcht ſin⸗ det; er wieget ſchwerer, als das zum Calciniren eingeſetzte Queckſilber; in eine ſtarke Retorte gethan, und mit ſtaͤrkerer Hitze getrieben, wird er wieder zu lebendigem Queckſilber, und geht in die Vorlage uͤber; auch kann er zu Queckſilber wieder hergeſtellet werden, wenn man ihn mit Salz, Eßig oder Weinſteinſalz vermiſcht und reibeet. S. Kunkels Lab. chim. und Mor. Hofmanns Alla Labor. Alt- dorf. S. 242.
1. Anm. Bey der Bereitung des Queckſilberkalchs muß man bemerken, daß das Feuer nothwendig verſtaͤrket werden muß, weil das Queckſilber in bloßem Digerirfeuer unver⸗ aͤnderlich iſt, obgleich Juncker a. a. O. p. 986. be⸗ haupten will, daß ſolches zureiche.
2. Anm. Miſcht man den erhaltenen Queckſilberkalch mit
eben ſo viel Queckſilber, und verfaͤhrt damit wiederum, wie
(4) Die bey der Bereitung deſſelben erforderlichen Handgriffe
habe ich mich, in meinen Obſerv.
Chem.& Miner., Obſ. II., aus⸗ zufuͤhren bemuͤhet, woſelbſt ich
auch verſchiedene Schriftſteller angefuͤhrt habe, die zum Beweiſe
und zur Erlaͤuterung dieſes§. die⸗ nen konnen. Einige Verſuche
uͤber die Eigenſchaften, und be⸗ ſonders die Aufloͤslichkeit und Wiederlebendigmachung deſſelben im naſſen Wege, habe ich in mei⸗ nen Obf. Chem.& Alin. P. II. Obſ. I. geliefert, welche alſo hier anzu⸗ fuhren unnoͤthig ſeyn wuͤrde.
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