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6 Cap. 1I. Von der Chemie kocht verſchreiben wolte.* Dahero kan ein Arzt die Arz⸗ neymittel nicht eher recht verſchreiben, als bis er derſelben Natur und Beſchaffenheit hinlaͤnglich erkennt hat.
2) Die Steinchemie(Lithurgica) lehret, wie man Erde und Steine unterſuchen, und aus ihnen und ihrer Miſchung unterſchiedene im gemeinen Leben nuͤtzliche Dinge verfertigen koͤnne, Sie nimmt ihre Gruͤnde zum Theil aus der mineraliſchen Erkaͤnt⸗ niß dieſer Dinge, zum Theil auch aus der reinen Che⸗ mie her; den meiſten Nutzen aber hat ſie a) in der Toͤpferkunſt, in ſo ferne ſich dieſelbe mit der Kaͤntniß der Thone und ihrer gehoͤrigen Verhaͤrtung durchs Feuer, um nicht allzu lockere und zerbrechliche Gefaͤſſe zu machen, beſchaͤftiget. b) In der Kunſt Tobacks⸗ pfeifen zu machen, der ſie auf eben die Art, und aus eben
dem
* Aum des Ueberſ, Ein Apothe⸗
ker koͤnte zwar daruͤber lachen; aber nur als ein unwiſſender Apotheker, denn viele Franzo⸗ ſen bedienen ſich des mit Waſ⸗ ſer bereiteten Dranks von dieſer Wurzel in den Durchfaͤllen und rothen Ruhren mit gutem Er⸗ folge. Herr D. Koͤhler in Ingolſtadt hat ihnen dieſes Zeugniß in dem Commercio jitterario Nor. im Jahre 1744. S. 55. gegeben, und eben daſelbſt findet man S. 112, aus des oberſten Arztes der franzoͤſiſchen Armee in Bayern, Herrn Hygcinth Theodor Barons Formules des medieamens dreſſées à l' Vſage deslpitaux del'Ar-
mee du Roi en Bavieren drey Formeln, in denen ein Quentgen Wurzel dreymal mit 6 Unzen Waſſer abzukochen und durchzuſeihen, gerathen wird, von welchen auch Herr D. Koͤhler ſolgende gute Wir⸗ kungen beobachtet hat, daß die erſte oͤfters laxiert, und mehr oder weniger Brechen macht, die andere den andern Dag insgemein nur laxiert, und die dritte den dritten Tag nur einen gelinden Schweiß macht, ſtaͤrkt und gelind anhaͤlt. Nur dieſe Veraͤnderung hat er darin⸗ ne gemacht, daß er zuletzt das Pulver zugleich mit hat neb⸗ men laſſen.
den Rr K ſten ben, chen, e lſcht linander Fant Oteinen fänmt, nict a dn R M in dr laku


