Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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ſchen Wolle von der fruͤhern Niederlaſſung der Griechiſchen Colonieen, und von der aufmunternden Sorgfalt der in ſpaͤtern Zeiten von Venedig und Genua ausgeſonderten Colonieen her⸗ ruͤhre, welche in dieſer anmuthigen Gegend Wohlſtand und Wohlleben verbreiteten. Spaniens Berge koͤnnen ſich auch nicht eher ihrer verfeinerten Wolle ruͤhmen, als nachdem in dem Lande Kenntniſſe und Unternehmungsgeiſt erwacht wa⸗ ren, und wir haben keinen Grund zu glauben, daß ſeit der Zeit, wo Spanien ſeine Kuͤnſtler quaͤlte, und ihr Geſchaͤft ver⸗

achtete, die Wolle verbeſſert worden ſey. Die gluͤcklich⸗

ſten Tage Großbrittanniens werden ſicherlich dann erſt kommen, wenn der Scharfſinn und der Geiſt, den es entfaltet, die Verbeſſerung ſeiner Heerden vollendet haben wied, die vor faſt ſteben Jahrhunderten begonnen worden, und die, in Hinſicht auf eine Claſſe ſeiner Vließe, ihm lange Zeit einen Vorzug uͤber ſeine Nebenbuhler gegeben hat. Ein Wechſel in dem Sitze der Manufacturen, eine Veraͤnde⸗ rung in den Moden, die Stoͤrung der gewoͤhnlichen Han⸗ delswege, und die unpolitiſchen Geſetze, die zur Siche⸗ rung des Handels erlaſſen wurden, haben eine Zeitlang Englands Fortſchritte gehemmt, und ſeine⸗Landwirthe muthlos gemacht. Gluͤcklicherweiſe aber iſt ihr Geiſt wie⸗ der erwacht und verbreitet ſich mit vermehrter Kraft uͤber die lange Wolle ſo wie uͤber die kurze. Laßt nicht bie Erinnerung an fruͤhere Widerwaͤrtigkeit euern Eifer daͤm⸗ pfen, und laßt nicht die reicheren Ebenen, die ihr in Pflcge nehmt, von einem wollleeren Schafe abweiden, oder gar von einem, das fuͤr den Boden zu geringe iſt. Die Ma⸗ nufacturen muͤſſen Euch zuletzt alles erſetzen. Laßt beiden Arten von Wolle die noͤthige Arbeit angedeihen, und

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