— 23— rzengt fer und Schwiegerſohn war zu jener Zeit der unterrichtetſte n der⸗ Schafzuͤchter, und wußte nicht nur ſeine Schafe uͤber die bornen gewoͤhnlichen Maße zu vermehren, ſondern verſtand auch Wir⸗ die Kunſt, eine zufaͤllige Abart fortdauernd zu erhalten, die 6: die zu ſeinem eignen Wohlſtand, und zum Vortheil der Ge⸗ waren ſellſchaft beitrug. Die Veraͤnderung ſcheint nur ſehr all⸗ grob maͤhlig in den ſuͤdlichen Theilen Europa's Statt gefunden en der zu haben, denn ſie hat die weſtliche Kuͤſte nur erſt ſehr derden. ſpaͤt erreicht. So langſam wurden in dieſen Jahrhunder⸗ icht in ten die landwirthſchaftlichen Verbeſſerungen angenommen, , aus daß nicht weniger als 18 Jahrhunderte vergingen, bis en iſt. diaß ſie ſich von Syrien bis Spanien verbreiteten, und der wirth⸗ bequemſte Weg, auf dem ſie vorſchreiten konnten, war nicht durch die noͤrdlichen Reiche Afrika's, denn dort fanden ſie „jetzt ddie ſchnellſte Aufnahme, und die wenigſten Hinderniſſe in ſe zu⸗ ihrem Weiterſchreiten! Zu welcher Zeit dieſe Veraͤnderung thung in der Farbe der Wolle in Griechenland geſchehen iſt, weiß puren ich nicht, und uͤberlaſſe dieß denen zu beſtimmen, welche iffin⸗ mit dem fruͤhen Zuſtand dieſes Landes beſſer bekannt ſind; nder aber, haͤtte ſie nicht vor der Argonautenfahrt Statt ge⸗ „und funden, muͤßte man nicht vermuthen, daß das beruͤhmte Wei⸗ goldene Vließ auf die gelbe Farbe gewiſſermaßen anſpiele, ebri⸗ welche der(Dotter) Fettſchweiß gewoͤhnlich weißen Vließen hinge⸗ miltheilt, ehe ſie gewaſchen ſind? Thei⸗ 4 zerſt§. 6. Wollpflege ſteht mit den Kuͤnſten und der allgemeinen Larbe Bildung in Verbindung. 0
Gewiß iſt es uͤbrigens, daß die Verbeſſerung der Heerden allezeit mit den Fortſchritten der Kuͤnſte und der Civiliſation eng verbunden geweſen iſt, denn in Gegenden,


