Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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ſtanzen zu deutlich liefern, als daß ſie verkannt werden koͤnnten. Uebrigens zeigt ſich dieß Phaͤnomen, ſo weit ich es zu beobachten Gelegenheit gehabt habe, am haͤufig⸗ ſten bei den Vließen, die durch Cultur nur wenig Veraͤn⸗ derung erlitten haben, die der Beſchaffenheit derjenigen am naͤchſten kommen, welche man von Schafen erhaͤlt, um die man ſich, ſeitdem ihre erſten Stammeltern auf die Berge verpflanzt wurden, wenig oder gar nicht bekuͤmmert hat; hier hat nun die Race eine ſolche Reihe von Jahrhun⸗ derten beſtanden, daß ihr Urſprung jetzt unbekannt iſt. Eine ſolche Art haariger Wolle iſt im Norden von England und unter den rauhern Vließen der gebirgigten Striche Schott⸗ lands ſo ſehr gewoͤhnlich, daß uͤber die Thatſache kein Zweifel mehr bleibet. Dieß kann leicht dadurch beſtaͤtigt werden, daß man die Stichelhaare oder die groͤbern Haare, die ſich in Menge darin finden, aus dem Stapel nimmt, und ſie genau betrachtet. Bisweilen wird bis zur halben Laͤnge eine haarige Subſtanz ſichtbar werden. Das Uebrige iſt Wolle; in dieſem Falle iſt die Wolle im Allgemeinen feiner als der uͤbrige Theil, und iſt mehr dazu geneigt, eine ſehr unregelmaͤßig gekruͤmmte Geſtalt anzunehmen. Der haarige Theil wird bisweilen an dem Ende des Fa⸗ dens gefunden, welcher zur Zeit der Schur der Haut zunaͤchſt war, nicht ſelten am andern Ende, auch hat man ihn in der Mitte bemerkt. Doch duͤrfen daraus nicht voreilig Folgerungen gezogen werden, denn es giebt Millionen Vließe, an welchen ſich dieſe Erſcheinung nicht zeigt, und diejenigen, welche nur ſolche getroffen haben, moͤgen an der Richtigkeit dieſer Angabe zweifeln. Nichts deſto weniger hat man ſolche Faͤden bemerkt, und es moͤgen