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Die Ernährung der Pflanzen und die Statik des Landbaues : gekrönte Preisschrift / von F[ranz] X[aver Wilhelm] Hlubek
Entstehung
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XIV ſchen und chemiſchen Unterſuchungen des vegetabiliſchen Lebens bewerkſtelligt werden.

Was die mathematiſche Form betrifft, ſo erheben ſich meh rere Stimmen gegen dieſelbe auch in der neueſten Zeit.

Die Allgemeine landwirthſchaftliche Zeitung von 1838 führt in einer ihrer Nummern die Behauptung auf:

Es iſt eine Vermeſſenheit, eine in allen Verhältniſſen an ders, als aus der Luft gegriffene Scala der Statik geben zu wollen; die Landwirthſchaft iſt wohl zum Beobachter, aber nicht zum Buchhalter der Natur beſtimmt.

Man würde dem Herrn dieſer Aeußerung zu viel Ehre er weiſen, wenn man dieſelbe einer Widerlegung würdigen würde. Ich füge daher bloß die Bemerkung bei: daß ein Landwirth, ohne Buchhalter zu ſeyn, ohne ein beſtimmtes Verhältniß zwi ſchen Urſache und Wirkung feſtſtellen zu können, in die Kate⸗ gorie der Schwätzer gehört.

Nach einer andern Quelle glaubt man die beſte Statik des Landbaues darin gefunden zu haben, daß man den Acker gut bearbeitet und hinreichend und gut düngt, d. h. mit andern Worten: die beſte Philoſophie iſt: gut eſſen und trin ken, und den Rauſch auf einem gut zubereiteten Bett aus zuſchlafen.

Mögen doch die Stimmen, welche ſich gegen die mathe matiſche Form erheben, das Werk:Novum organum scien- tiarum, London 1820, deutſch von Brück, Leipzig 1830, des großen Bacon von Verulam zur Hand nehmen; mö⸗ gen ſie die Worte Whewell's beherzigen, welche er in ſei nem Werke:History of the inductive sciences etc., deutſch von Littrow, Wien 1839, über Bacon's Me⸗ thode ausgeſprochen hat, und welche lauten:

Das von ihm(Bacon) uns hinterlaſſene Erbtheil(ſeine mathematiſche Methode) ſoll erhalten, ſoll vermehrt werden.

häle daſ ven mat