+ 14 Landwirthſchaft von Ober⸗Italien. V vielleicht auch gegen den der Schafe, die man damals mehr, als V 0 jetzt hielt, zu ſchützen für nöthig fand und es auch ſonſt den 0 Baumen zuträͤglich hielt, weil man nach Abnahme der Hülle die Rinde glatt und ſchön, und nicht mit Moospflanzen bedeckt 5 d fand. Jetzt ſind Haſen und Schafe, wenn auch nicht ganz, J doch größtentheils aus jenen Gegenden entſchwunden, wo Sei— 1 denzucht im Großen getrieben wird; allein das Verfahren, die 5 Baume einzuwickeln, iſt geblieben, und obgleich man nirgendwo W aus Überzeugung den Nutzen deſſelben kennt, ſo traut man ſich A doch nicht es aufzugeben, weil man ſieht, daß mit demſelben d ſchöne Bäume gezogen werden, und weil es bisher faſt allgemein n ublich war. Ich ſage: faſt allgemein, denn völlig allgemein iſt. es nicht mehr, und man ſieht nicht ſelten bedeutend große neue Pflanzungen, wo die Baͤume nicht eingefatſcht ſind. Am allge— d
meinſten iſt dieſe Methode, zum Beweiſe der Richtigkeit meiner Vermuthung, in jenen Gegenden, von welchen die Seiden— ger cultur in Ober-Italien ausgegangen iſt: im Gebiete von Vero— na und Bergamo. Nur ſelten ſieht man dieß Verfahren in Friaul, und völlig unbekannt iſt es im Görzerkreiſe.
Je länger man die ausgeſetzten Bäume nicht entblaͤttert,
je ſchneller wachſen und um ſo kräftiger werden ſie. w Die Maulbeerbäume werden bei Kaͤufen und Verkaufen, d
ſo wie bei Verpachtungen, wo allezeit ein förmliches Grund— di Inventar über die gegenwaͤrtige Anzahl und Größe aller zu Baäume, von was Art ſie immer ſein mögen, ſo wie aller Re— bed ben, aufgenommen wird, von den lombardiſchen Schätzmän— 4 da nern(Agrimenſori periti) folgendermaßen mitgetheilt: nan Von 1 bis 2 Oncie Durchmeſſer, heißt er Palo; w
„ 2— 3„„„„» Palone; die
„ 3— 4»„„»„„ Cantilo; b vitt
„ 4— 5„„»„»„ Cantilone; b ſ
5— 6»„„„ Terzero; inle
„ 6— 7»„„„» Somero. len Baäͤume, die dicker ſind, benennet man nach der Zahl der dlt


