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Von der Seidenerzeugung ꝛc. 13
Nahrungstheile in ſich hat, und daher mit denſelben verſehen werden muß.
Nur ſelten wo ſieht man Pfaͤhle zugleich mit den jungen Baͤumen ausſetzen, und ſie daran befeſtigen, obgleich dieß zur Sicherheit der Bäume und zum ſchönen geraden Wachsthum derſelben weſentlich beitragen würde. Es mögen mancherlei Ur— ſachen ſein, daß man hier die Pfahle minder nothwendig häͤlt, als anderswo: z. B. daß die Winde ſelten und nie heftig wehen, daß das Vieh in den Ackern oder an den Rainen nur an Stricken herumgeführt wird, daß die Pfaͤhle von hartem Holz ſehr theuer, und Weiden- und Pappelpfaͤhle von gar keiner Dauer ſind u. ſ. w., demohngeachtet ſcheint es mir, nach den Vergleichungen, die ich über das Gedeihen der angebunde⸗ nen und frei ſtehenden Baͤume anſtellen konnte, außer allem Zweifel zu ſein, daß die Koſten des Pfahls durch die größere Sicherheit des Baumes, und ſein ſchöneres, und auch ſchnelle⸗ res Wachsthum reichlich erſetzt werden.
Wenn man nur ſelten wo die jungen Baume an Pfaͤhle an⸗ gebunden ſieht, ſo bemerkt man aber dafür deſto haufiger, jedoch nicht allgemein, daß man die jungen Baͤume mit einem aus Stroh geflochtenen Seile vom Boden an, bis zur Krone umwickelt, und ſie in dieſem Zuſtande erhält, bis ſie 6 Zoll Durchmeſſer haben. Auf mein Befragen, welchen Nutzen dieß ha— ben ſollte, gaben mir die Einen an, ſie wollten die Bäume dadurch vor der Kälte; die Andern, ſie wollten ſie vor der großen Hitze ſchützen. Es iſt aber in dieſem Theile von Italien nie ſo kalt und auch nicht ſo heiß, daß der Baum darunter leiden könnte; auch würde das Einwickeln des Stammes nicht verhindern, daß der Froſt die Aſte tödtete, oder die Hitze die Blätter verdorren machte, wenn der Baum wirklich ſo empfindlich für Kälte und Waͤrme waͤre. Es liegt demnach eine andere Urſache dieſem Ver— fahren zum Grunde, und dieſe meine ich, wenn mich nicht Alles trügt, darin ſuchen zu ſollen, daß man in früheren Jahren dieſe Bäume durch das Strohband gegen den Zahn der Haſen,


