Teil eines Werkes 
1 (1831) Reise durch Ober-Italien. 1
Entstehung
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Von der Cultur der Oliven. 321

ſehr gefährdet ſei, und daß die Fruchtknoten nach der Bluͤthe leicht abfallen.

Um aber meine Leſer über dieſen Gegenſtand nicht ganz in Unwiſſenheit zu laſſen, will ich ſie mit der Olivencultur in Iſtrien bekannt machen, die von einer ſehr bedeutenden Aus⸗ dehnung iſt, und über die ich mir in einer Reihe von Jahren ziemlich genaue Kenntniſſe zu verſchaffen Gelegenheit hatte.

Der Olivenbaum iſt rings um die Küſte von Iſtrien gepflanzt. In der Naͤhe des berühmten Timavus, in Nabreſina, ſind die erſten Olgäͤrten. Im Gebiete der Stadt Tri eſt iſt die Olivencultur unbedeutend: in Capodiſtria faͤngt ſie aber an ſich zu vergrößern, und in Pirano ſind ganze Berge mit Oliven bedeckt. Weiter gegen Süden über Umago, Citta nuova ſind immer viele Olbäume, doch ſieht man da, außer in Daila, einem Gute des Grafen Griſoni, wohl viele in den Ackern und Weingaͤrten zerſtreute Oliven, aber nicht eigent liche Olivengärten. Nun kommt man nach Rovigno, deſſen ganzes, großes Gebiet nur ein Olivengarten iſt, der zur Zeit der Blüthe im Mai, und zur Zeit der Reife ſeiner Früchte, im November, einen herrlichen Anblick gewaͤhrt. In Faſana und Peroi iſt die Olivencultur noch bedeutend; dann wird ſie aber immer geringer, bis zum Vorgebirge von Pola, wo ſie ganz verſchwindet. Die ſteile Küſte gegen den Quarneriſchen Meerbuſen iſt bis zum Arſa nur ſparlich mit Oliven bepflanzt, deren Zahl ſich aber über Albona, Fiannona, bis Lovra⸗ na wieder bedeutend vermehrt. An der nördlichen Spitze des Quarners verſchwinden endlich die Oliven. Im Inneren der Halbinſel findet man nur in den Bezirken: Pinguente, Montona und Buje bedeutendere Olivenpflanzungen. Auf der Inſel Veglia iſt die Olcultur von keiner Bedeutung, dafür iſt ſie deſto ausgedehnter in der Inſel Cherſo, wo die Umgebungen der Städte Cherſo und Loſſin grande mit Oliven bedeckt ſind.

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