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Das landwirthschaftliche Institut zu Jena in seiner Verbindung mit der dasigen Gesammt-Akademie und dem Großherzoglichen Kammergute zu Zwätzen : nebst einer Abhandlung über höhere Bildung des deutschen Landwirths und Gutsbesitzers / beschrieben von dem Stifter und Director desselben Friedrich G. Schulze
Entstehung
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(wie bereits geſagt) faſt immer idealiſch ſchoͤne Ausbildung, durfte, ja mußte mir ſogar die Ueberzeugung aufdringen, daß ſie dergeſtalt veredelt, auch nicht weniger vollkommen allen Hauptzwecken ihres Daſeins und ihrer Haltung entſprechen wuͤrden. Die Kuͤhe alſo ganz beſonders durch Kaͤlbererzeu⸗ gung und deren Ernährung durch die reichlichſte Milchergie bigkeit.

Aber alle dieſe ſo richtig anſcheinende Praͤmiſſen und Schlußfolgerungen haben die inzwiſchen von mir gewonnenen Erfahrungen noch keineswegs als richtig beſtaͤtigt; mehren theils hat ſich gerade das Gegentheil davon ergeben; denn von den inzwiſchen nach meiner Methode auferzogenen jun gen Thieren haben ſich in der Milchergiebigkeit nur wenige als gut, noch keine aber als ausgezeichnet, die mehreſten hin⸗ gegen als nur mittelmaͤßig und ſehr viele ſogar als ganz ſchlecht ausgewieſen.

Je geringer aber die Milchergiebigkeit, je groͤßer war je des Mal dann bei dieſen Thieren die Anlage zum Fleiſch⸗ und Fettanſatz, am auffallendſten, ſehr begreiflich, erſt nach ganz vollendeter Koͤrperausbildung. Gleichviel ob tragend oder nicht, erreichen ſie dann auch bei ganz gewoͤhnlicher Kuhfuͤtterung (zo trockene Maſſe in Heuwerth) ſehr bald einen ſolchen Grad von Ausmaͤſtung, daß die Metzger ſie gern ſehr theuer be zahlen*).

Anfangs glaubte ich, die Urſache der Nichterfuͤllung mei ner ſchoͤnen Erwartungen beruhe lediglich und allein in dem

*) Ein ſolches Thier ſtand im vorigen Sommer 4jährig mit 1773 Pfund leb. Gewicht und bereits zum 3ten Mal in der halben Zeit tra⸗ gend neben ſeiner reichlich melkenden, aber kaum 913 Pfund leb. Gewicht ſchweren Mutter, und wurde vom Metzger mit 88 Thlr. pr. Curr. be⸗ zahlt; das Pfund leb. Gewicht alſo mit 1 Sgr., und zwar zu einer Zeit, wo das Pfund des beſten Ochſenfleiſches beim Metzger nur 23 ½ Pf. koſtete.