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Das landwirthschaftliche Institut zu Jena in seiner Verbindung mit der dasigen Gesammt-Akademie und dem Großherzoglichen Kammergute zu Zwätzen : nebst einer Abhandlung über höhere Bildung des deutschen Landwirths und Gutsbesitzers / beschrieben von dem Stifter und Director desselben Friedrich G. Schulze
Entstehung
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bloß ſeine gewerbliche, ſondern auch ſeine hoͤhere Bildung foͤrdern.

Indem bei dem naturwiſſenſchaftlichen Theile des oͤkonomi ſchen Studiums der Lernende fortwaͤhrend auf die Anſchauung hingewieſen wird, erhaͤlt daſſelbe einen eigenthuͤmlichen Vorzug der Lebendigkeit und Anregung. Indem der Studirende nicht bloß von den Naturgegenſtaͤnden ſelbſt, ſondern auch von den Geſetzen ihrer Erſcheinungen Kenntniſſe ſich erwirbt, wird durch die unergruͤndliche Tiefe und die immer ſich erneuernden Reize eine ſtets ſteigende Spannung des Geiſtes, eine unvergaͤngliche Sehnſucht nach vollkommner Erkenntniß und eine Ahnung des Goͤttlichen in der Natur erzeugt, wovon eine nothwendige Folge ſittliche Veredlung des Menſchen iſt. b

Der nationaloͤkonomiſche Theil des wirthſchaftlichen Stu diums hat den Menſchen zum Gegenſtande. Durch dieſe Stu dien lernt der Landwirth nicht bloß die Kraͤfte des Menſchen geiſtes kennen, in ſofern dadurch die Voͤlker ihre Beduͤrfniſſe an irdiſchen Guͤtern befriedigen, ſondern es tritt in denſelben auch das hoͤchſte Ziel, nach welchem die Menſchen in der Oeko nomie zu ſtreben haben, vor ſeine Seele. Indem der Land wirth durch die Nationaloͤkonomie oͤkonomiſche Selbſtkenntniß erlangt, wird er von ihr auf den wahren Weg zur Weisheit und Tugend gebracht. Erſt durch ſie wird ſein Geſchaͤft ein wahrhaft menſchliches, denn menſchlich handelt der Menſch nur dann, wenn er mit Selbſtbewußtſein handelt.

Da es weit leichter iſt Pflanzen, Thiere, Mineralien und andere Koͤrper zu beobachten als den Geiſt, da naturwiſſen ſchaftliche Studien oft Unterhaltung gewaͤhren, Nachdenken uͤber den Menſchengeiſt dagegen immer Anſtrengung verlangt, ſo hat man ſich nicht daruͤber zu wundern, daß bis jetzt die ſtudirenden Landwirthe faſt nur auf die naturwiſſeenſchaftliche Begruͤndung der Landwirthſchaft ihre wiſſeenſchaftliche Thaͤtig keit gerichtet haben und das Feld der menſchenwiſſeenſchaftlichen