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niſche, chemiſche und andere Naturkenntniſſe fuͤr den Landwirth erforderlich.
5) In fruͤhern Jahrhunderten wirthſchaftete der Land— wirth gewoͤhnlich nach einem ſchon lange beſtehenden Syſteme, gewoͤhnlich nach der Koppelwirthſchaft oder Dreifelderwirth— ſchaft, und hatte keineswegs noͤthig, uͤber Veraͤnderung deſ— ſelben nachzudenken; liche Beweglichkeit der geſelligen, beſonders der Handels-Ver— haͤltniſſe ein oͤfteres Wechſeln bei Wahl der Gewaͤchſe, in der Fruchtfolge, Haltung der Thiere, im Betriebe der techni— ſchen Gewerbe, in Anwendung der Werkzeuge und im Mie— then der Arbeiter, ein Umſtand, der das Wirthſchaften zu ei— nem ſehr ſchwierigen, viel Nachdenken verlangenden Geſchaͤfte
gegenwaͤrtig verlangt die außerordent—
macht.
6) In Folge dieſer Veraͤnderungen in den Verhaͤltniſſen des Landwirths muß derſelbe, um ſicher Landguͤter kaufen oder pachten, einen Wirthſchaftsplan entwerfen und durchfuͤhren, und eine gefuͤhrte Wirthſchaft pruͤfen zu koͤnnen, ſich viel mit Kauf- und Pachtanſchlaͤgen, mit Ertragsberechnungen und mit Buchhalten beſchaͤftigen, Arbeiten, welche viel Ueberlegung und Vorbereitung verlangen.
Will der Landwirth unter ſo verwickelten und beweglichen Verhaͤltniſſen mit Sicherheit den gewerblichen Zweck ſeines Ge— ſchaͤfts moͤglichſt verwirklichen, d. h. zur Foͤrderung ſeines Wohl— ſtandes moͤglichſt hohen und nachhaltigen Reinertrag oder Geld— gewinn erwerben, ſo hat er ſich durch wiſſenſchaftliches Stu— dium dazu vorzubereiten.
§. 6.
Naturwiſſenſchaftliche und nationalökonomiſche Bildung des Landwirths in Bezug auf höheres Leben.
Die Landwirthſchaftslehre kann in zweierlei Weiſe behan— delt werden:


