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dere Früchte; ſie koͤnnen nicht in die Schule gehen, weil ſie keine Kleider und Schuhe haben.— Was ſoll aus ſolcher jun— gen Menſchenſaat werden, die unter dieſen häuslichen Verhält⸗ niſſen das Leben beginnt?“
„Wenn in einer Gegend, in einem Lande die Zahl ſolcher Familien ſich mehrt und alle Laſter, die ſo verwahrloſete Men— ſchen ungeſcheut üben, mit der Zunahme der Armuth gleichen Schritt halten, ſo kann kein Geſetz, keine Polizeipflege mehr das Eigenthum der Begüterten beſchuͤtzen, noch weniger kann, um— geben von ſolchen Menſchen, der Reichthum einen Genuß ge— währen.— Alſo erheiſcht ſchon der wahre Vortheil eines jeden Landwirths, der an Grund und Boden mehr wie jeder andere Gewerbtreibende gebunden iſt, daß er in ſeinem Kreiſe und ſo weit ſeine Macht und ſein Einfluß reicht, die Verarmung und Demoraliſation der Arbeiter verhindere.— Aber hier, wo ſichs um ein ſo heiliges Intereſſe handelt, als die Fortbildung des menſchlichen Geſchlechts iſt, muß der Vortheil gar nicht zur Be— trachtung kommen und die Handlungsweiſe regeln. Jeder, wel— cher das Gewerbe der Landwirthſchaft treibt und Arbeiter bedarf, er ſei Beſitzer oder Pächter eines großen oder kleinen Guts, ge— hört zu den Glücklichen, wenn man den Beſitzer eines gewiſſen Vermögens ſo nennen kann. Dieſes Glückes muß er ſich dadurch würdig zeigen, daß er ſeine aärmern Mitbrüder, die ihm arbeiten und nur ihre geſunden Hände beſitzen, nicht als Laſtthiere be— handele.— Das Almoſenweſen der Klöſter war nachtheilig, weil es Faulheit und Indolenz beförderte. Aber nicht minder nach— theilig iſt es, durch zu kargen Lohn der Arbeiter ihre Verarmung herbeizufuͤhren.“
„Ich habe dieſe Worte beſonders an Sie gerichtet, meine jüngern Herren Gewerbsgenoſſen, die Sie noch ein langes Leben vor ſich haben. Laſſen Sie ſich nicht fortreißen von dem Stre— ben der Zeit, Geld und immer nur Geld erwerben zu wollen. Es giebt weit höhere Güter, nach denen der gebildete Menſch trachten muß. Das Bewußtſein, ſein Scherflein an der Fort— bildung ſeines Geſchlechts zu höherer ſittlicher Vollkommenheit beigetragen zu haben, iſt fuͤr die Zeit, wo wir vom Schauplatze dieſer Welt abtreten, beruhigender, als der Nachlaß großer Reich— thümer.“


