— 2— V III. Wirthſchaftliches Leben, Wirthſchaft, Oekonomie, worin Win V der Menſch ſeine Thaͤtigkeit auf die Erde(aͤußere Na— ſgai tur) richtet, um ihr die fuͤr ſein Leben erforderlichen V Dinge(Guͤter) abzugewinnen, und ſich gegen die nach⸗ theiligen Einfluͤſe der Natur zu ſchuͤtzen. Zweck iſt Wohlſtand, gewoͤhnlich, aber unpaſſend, Reichthum ge⸗ nannt. wir Die Wirthſchaft zerfaͤllt in folgende Theile*): hes 1) Privatwirthſchaft(Privaterwerb, Privatoͤkonomie), welche gun, wieder in folgende Zweige zu theilen iſt: ding A. unmittelbare Privatwirthſchaft oder Gewerbsleben(Ge⸗ der werbsweſen), worin die Menſchen unmittelbar mit den eebe irdiſchen Guͤtern es zu thun haben. Die Gewerbe ſind zu dreierlei: Wo a) Gewerbe der Naturerzeugung oder des Landbaues ver (Urproduction), als Ackerbau, Viehzucht, Landwirth⸗ thei ſchaft, d. h. Ackerbau und Viehzucht vereinigt, Wald⸗ bau, Bergbau, Jagd, Fiſcherei, Weinbau, Garten⸗ den bau u. ſ. w.; ſchä b) Gewerbe der Kunſterzeugung(Technik, Gewerke); lebe gewoͤhnlich Handwerke, Fabriken und Manufacturen„la genannt, bisweilen auch Induſtrie, Gewerbe im en— nern gern Sinne; falte V c) Gewerbe des Handels oder des kaufmaͤnniſchen Ge⸗ ſchaͤfts. Land B. mittelbare Privatwirthſchaft oder mittelbarer Erwerb, ſchie z. B. Erwerb durch aͤrztliche, advocatoriſche und andere maß perſönliche Dienſtleiſtungen, durch Verleihen von Sa⸗ chen u. dergl. groß 2) Staatswirthſchaft, politiſche Oekonomie, Cameralweſen Ver ——:— ten) *) S. meine Schrift: Ueber Weſen und Studium der okonomiſchen Wiſſenſchaften. Jena, Frommann. 1826, S. 90. klei
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Das landwirthschaftliche Institut zu Jena in seiner Verbindung mit der dasigen Gesammt-Akademie und dem Großherzoglichen Kammergute zu Zwätzen : nebst einer Abhandlung über höhere Bildung des deutschen Landwirths und Gutsbesitzers / beschrieben von dem Stifter und Director desselben Friedrich G. Schulze
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