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Theil.
Einleitung zu den
folgenden Abhandlungen über akademiſche, höhere und volksthümliche Bildung des deutſchen Landwirths und Gutsbeſitzers.
§. 1.
Ueber die Begriffe: Wirthſchaft, Erwerb, Gewerbsweſen, Landwirthſchaft u. dergl.
Wichſchaft, Oekonomie, Gewerbe und andere Ausdruͤcke, welche in dieſer Schrift oft vorkommen, werden nicht immer in den Bedeutungen genommen, in welchen ich ſie gebrauche. Damit nicht Mißverſtaͤndniſſe entſtehen, erklaͤre ich zuvoͤrderſt die Begriffe, welche ich damit verbinde.
Das Menſchenleben(Volksleben), wovon die Wirthſchaft, das Gewerbsweſen und beſonders die Landwirthſchaft ſehr wich— tige und umfaſſende Zweige ſind, kann man nach den drei verſchiedenen Hauptzwecken, welche verſtaͤndige Menſchen vor Augen haben, in drei Haupttheile ſcheiden:
I. Bildungsleben, worin der Menſch ſeine Thaͤtigkeit auf ſich ſelbſt, auf ſeine perſoͤnliche Vervollkommnung richtet. Dahin gehoͤren das wiſſenſchaftliche, Kunſt-, Religions-, Erziehungs-, Turn-Leben u. ſ. f. Zweck iſt Bildung (Cultur), geiſtige und koͤrperliche.
JI. Geſelliges Leben, worin die Menſchen ihre Verhaͤltniſſe zu einander verſtaͤndig ordnen wollen. Vorzuͤglich gehoͤrt hierher das Staats- und Rechtsleben. Zweck iſt Ord⸗ nung der Geſellſchaft, beſonders Recht.
Schulze Deutſche Bl. f. Landw. I. 1


