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394 Vierunddreißigſtes Kapitel.
Auch mit Sirup hat man Verſuche gemacht, und wenn er frei von Abgaben waͤre, duͤrfte er mit Mehl verſetzt oder in Waſſer aufgeloͤſt, wohl ein gutes Maſtmittel gewaͤhren*). Alle dieſe Erzeugniſſe geben aber ſchwerlich ein ſo ſaftiges und wohlſchmecken— des Fleiſch, wie ein Ochſe von reifem Alter liefert, der auf einer guten Weide angefuͤttert und im Winter mit gutem Heu und einem kleinen Zuſatz von Gerſten⸗ oder Bohnenmehl vollends aus⸗ gemaͤſtet wurde; aber es iſt nur nicht mehr moͤglich, damit allein auszukommen, weil unſere Wieſen und Weiden nicht mehr aus⸗ langen, das Fleiſchbeduͤrfniß zu befriedigen.
In den Gegenden, wo Grasland im Ueberfluß vorhanden iſt, und viel Heu bei der Maſtung in Anwendung kommt, hat man gewoͤhnlich gefunden, daß ein Ochſe von 50 Steinen, wenn er taͤglich 40 Pfund Heu verzehrt, dadurch ſein Gewicht um 2 Pfund vermehrt, folglich in zwanzig Wochen eine Schwere von 70 Steinen erreicht. Zehn Pfund Heu und ein Buſßhel Kartoffeln des Tags bewirken daſſelbe. Bei anderen Verſuchen in dieſer Hinſicht hat man bemerkt, daß Ochſen von 60 Stein Schwere und daruͤber neben hinreichend trocknem Futter; den Nachtheilen des ſaftigen zu begegnen, taͤglich 18 Stein gemeine Turnips noͤ— thig hat. Ein Acker Land, der 25 Tonnen Turnips gibt, reicht demnach zur Ausmaͤſtung eines ſolchen Ochſen hin, wenn das trockne Futter aus Heu beſteht. Von gelben und ſchwediſchen Turnips ſind weniger erforderlich. Man hat gefunden, daß ein Ochſe von 45 Stein Schwere taͤglich 16 Stein weiße Turnips und ein anderer von 50 Steinen nur 12 Steine ſchwediſche zu ſeiner vollen Saͤttigung bedurfte. Nach mehren daruͤber gemachten Beobachtungen laͤßt ſich annehmen, daß eine Tonne Turnips, alle Arten untereinander, im Durchſchnitt ungefaͤhr 14 Pfund oder 1 Stein Fleiſch und Talg gebe. Ochſen von 45—60 Stein Schwere verzehren taͤglich 8— 10 Stein Moͤhren oder Paſtinaken ohne das dabei zu reichende trockene Futter, und vom Kohl frißt, wie man mehrmals bemerkt hat, ein Ochſe des Tags den fuͤnften Theil ſeines Gewichts.
branntweinbrennerei, daneben war jedoch ein ſo großer Heuaufwand noch noͤ⸗ thig, daß der Abfall ſich am Stuͤck nur zu 20 Schilling ausnutzte und dadurch ſich offenbar ein Verluſt ergab.
*) um dieſes Futter beſtens zu benutzen, koche man eine Pinte Molaſſe mit ½ Peck Mehl und gebe dieſe Mengung kalt.
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