Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 383

war dabei augenſcheinlich auf der Seite der letztern, indem das Alter, in welchem ſie ſich befand, anerkannt das geeignetſte fuͤr die Maſtung iſt. Der Verſuch wurde begonnen den 14. Mai, und beendet den 1. October, dauerte demnach 140 Tage. Die auf dem Stall gefuͤtterte Kuh wog bei dem Aufſtellen 66 Stein und nahm an lebendem Gewicht bis ſie geſchlachtet wurde in folgender Weiſe zu: ſie wog den 4. Auguſt den 23. Auguſt den 6. Septbr. den 1. Octbr. 74 Stein, 77 Stein, 78 ½ Stein, 82 Stein. Das von ihr verzehrte Futter beſtand in 745 Stein gruͤnen Klee, 280 Delkuchen, 30 Sypreu. Die Maſtung wurde daher nicht mit Gruͤnfutter allein vollendet. Die auf der Weide gemaͤſtete Kuh wog am Anfange des Verſuches 57 Stein und am 1. October nuͤchtern 66

Bei dem Schlachten ergab ſich folgendes:

die erſtere gab die geweidete gab 45 St. 7 Pfd. Fleiſch in ihren vier Vierteln 36 St. 8 Pfd. Fleiſch 7 3 Talg 4 2 Talg 52 St. 10 Pfd. 40 St. 10 Pfd.

Nimmt man an, daß die Haut und der Abfall von heiden gleich an Werth geweſen ſeien, ſo berechnet ſich die Zunahme der auf dem Stall gefuͤtterten Kuh taͤglich auf 10½ Pence, die der Weidekuh dagegen nur auf Pence. Der Verkaufspreis war naͤmlich 4 Schill. 8 Pence pro Stein; die Weidekuh hatte 1 Acker Land zu 4 Guineen Pacht gebraucht; der Preis des Klees und der Oelkuchen dagegen iſt zu 1 Penny pro Pfund und der der verbrauchten Spreu im Ganzen zu 2 Schilling 6 Pence ange⸗ nommen worden. Demnach kann nun ein jeder nach ſeinen Ver⸗ haͤltniſſen und den gegenwaͤrtigen Preiſen die Rechnung ſteellen. Was die groͤßere Muͤhe und Abwartung bei der Stallfuͤtterung betrifft, ſo wird dieſelbe gewiß reichlich durch die groͤßere Menge und Guͤte des gewonnenen Miſtes bezahlt.

Ein anderer Verſuch des Herrn Curwen war folgender. Sechs maͤßig große, drei Jahr alte Hochlandsochſen wurden den 27. Juni aufgeſtellt und bis zum 9. November groͤßtentheils mit Gras geringer Güte, aus Hecken, Pflanzungen und von Wegen