660 Vier und dreißigſtes Kapitel.
wie lange dieſes darauf bleiben ſoll, laͤßt ſich nicht beſtimmen, da ſie von den oͤrtlichen Verhaͤltniſſen abhaͤngt; wenn es aber nicht daran fehlt, laͤßt man es in der Regel wohl vierzehn Tage bis drei Wochen darauf, um das Land vollſtaͤndig-zu traͤnken, und nimmt es in dieſer Zeit nur einmal zwei bis drei Tage hinweg, oder man waͤſſert auch wohl zweimal vierzehn Tage lang mit einer Unterbrechung dazwiſchen von einer Woche.
Dieſes erſte Waͤſſern bezweckt das Austreiben neuer Wurzeln, die ſich fortwaͤhrend bilden und eine Verſtaͤrkung des ganzen Pflan⸗ zenwuchſes; nachdem es geſchehen, iſt eine neue Waͤſſerung nicht noͤthig, ſo lange die Pflanzen freudig wachſen; aber ſobald ſie an⸗ fangen zu ſchmachten, ſollte ſie ſtets ein paar Tage lang wieder⸗ holt werden. Regel iſt, zwiſchen jedem Waͤſſern die Wieſe ſo trocken, wie moͤglich zu machen und das Waſſer ſogleich von ihr zu nehmen, ſobald Schaum ſich zeigt; denn dies iſt ein Zeichen, daß ſie hinlaͤnglich damit getraͤnkt iſt. Es gibt Wieſen, die das Waſſer drei Wochen lang im Oktober und in den beiden folgen⸗ den Monaten fordern, im Februar und Maͤrz aber vielleicht nur eine Woche, und im April und Mai kaum 2 Tage vertragen koͤnnen.
Das Vieh, hauptſaͤchlich Schafe, wird gewoͤhnlich in der Mitte des Maͤrzes auf ſolche Wieſen getrieben, nachdem man zu— vor dafuͤr geſorgt hat, daß ſie zur Zeit des Auftriebes voͤllig ab⸗ getrocknet ſeien; man laͤßt es auch nicht gern darauf, waͤhrend der Thau noch liegt, ſondern gewoͤhnlich nur von zehn bis eilf des Vormittags und von vier bis fuͤnf des Abends. Dieſe Weide wird im Fruͤhjahr den Schafen fuͤr heilſam, im Herbſt aber fuͤr nachtheilig, die Faͤule erzeugend, geachtet. Einen Acker guter ſol⸗ cher Wieſen haͤlt man fuͤr hinlaͤnglich, 500 Mutterſchafe mit ihren Laͤmmern einen Tag lang zu ernaͤhren. Wenn man ſie dann nicht zu Heu benutzen will, ſo werden ſpaͤterhin Milchkuͤhe oder Jungvieh aufgetrieben*).
*) Zu Dunſter Caſtle in Sommerſetſhire wird auch eine große Flaͤche Ackerland mit Erfolg bewaͤſſert. Die darauf eingefuͤhrte Fruchtfolge iſt: 1) Weizen; 2) Turnips; 3) Gerſte mit untergeſaͤetem Klee- und Grasſaamen, worauf es zwei Jahre zur Weide liegen bleibt. Waͤhrend dieſer Zeit wird es in angemeſſenen Zwiſchenraͤumen regelmaͤßig bewaͤſſert aus einem Bach, der von den angrenzenden Huͤgeln kommt. Der Umlauf beginnt dann aufs Neue, und ſolches iſt ſchon viel Jahre hindurch, ohne weitere Duͤngung, fortgeſetzt worden. Der Ertrag iſt bedeutend; der Weizen gibt immer 40— 50, und die Gerſte 50— 60 Buſhel vom Acker.
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